Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Allgemeine Erziehungswissenschaft

Sommersemester 2021

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung aller Lehrveranstaltungen der Abteilung - Anmeldungen erfolgen über AGNES.

 

 

 

 

Bachelor Erziehungswissenschaften


 

Einführung in die pädagogische Empirie (Teil 2)

Das Seminar gibt einen Überblick über Grundlagen, Methodologien und Verfahren der qualitativen Forschung in den Erziehungswissenschaften. Es schließt an Teil 1 der Einführung in die pädagogische Empirie an. Die im Wintersemester erarbeiteten Grundlagen zur Methodologie und zu Forschungspraxen (Beobachten, Beschreiben, Befragen) werden nun vertieft und in Bezug auf videographische und bildanalytische Verfahren erweitert. Der Leistungsschein wird in Form einer schriftlichen Ausarbeitung einer Videoanalyse ausgewählter Sequenzen erworben. Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, Texte und Materialien zu studieren und zu diskutieren, die eigenen Erfahrungen kritisch zu reflektieren und vertrauensvoll und respektvoll im Seminar miteinander umzugehen.

BA Ewi 3 | Seminar

Prof. Dr. Malte Brinkmann, Dr. Irene Leser, Johannes Türstig 

 

Basiskurs: Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben für Erziehungswissenschaftler*innen

Die Übung richtet sich an Studierende, die Basiskenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben erwerben und/oder vertiefen möchten. Die Übung bietet eine grundlegende Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten in den Erziehungswissenschaften und vermittelt Fertigkeiten und Techniken des Studierens und der selbständigen wissenschaftlichen Arbeit. Zunächst erarbeiten wir gemeinsam, wieso wissenschaftliches Arbeiten im Studium relevant ist und was es bedeutet, mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen im Studium umzugehen. Die Übung umfasst u.a. folgende Themen: Literaturrecherche und -verwaltung, typische Textformen und Lesestrategien, Argumentationslinien, Themensuche und -eingrenzung, Formulieren von Fragestellungen, Merkmale von Hausarbeiten und Essays, Zitierweisen, Erstellen von Literaturlisten, Präsentationstechniken, Schreib- und Stilübungen und Zeitplanung.

Mittels konkreter Fallbeispiele und praktischer Übungen wie z.B. der Recherche von Literatur in der Bibliothek oder kleinen Präsentationen wird das Gelernte erprobt und gemeinsam ausgewertet.

Ziele: Sie können zentrale Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens anwenden, die Qualität wissenschaftlicher Arbeiten einschätzen und bewerten, verschiedene Textgattungen im Hinblick auf Ihre Funktionen und Adressaten unterscheiden, Literatur effektiv recherchieren und bearbeiten, sowie sprachlich präzise und kohärente Texte schreiben. Sie haben eine wissenschaftliche Arbeitshaltung entwickelt, Anregungen zur kritischen Reflexion ihrer eigenen Arbeitshaltung erhalten und Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten entwickelt.

 

BA Zusatzangebot | Seminar

Dr. Denise Wilde

 

Master Erziehungswissenschaft


 

Bildungstheorie und Bildungsforschung: Wilhelm von Humboldt

Humboldt gilt heute nicht mehr nur als Klassiker der Bildungstheorie (Menze 1965; Benner 1995), der Sprachforschung und Sprachphilosophie (Trabant 2014) und – vor allem in Berlin – als Universitätsgründer und Bildungspolitiker (McClelland und Tenorth 2013), dessen Bild von Mythen durchzogen ist (Tenorth 2018). Die neuere Humboldt-Forschung zeichnet ein Bild eines Bildungsforschers, der empirisch orientiert vorgeht (Mattig 2019). Humboldt zeigt, dass Theorie und Empirie eng verknüpft sind. Mit Blick auf seine empirischen und anthropologischen Arbeiten wird es möglich, Bildungstheorie mit empirischer Bildungsforschung zu korrelieren. Damit wird es zum einen möglich, Bildungstheorie und Bildungsforschung als Kulturwissenschaft zu rahmen. Zum anderen erlaubt es, einen Blick auf pädagogische Praxis zu werfen, der eine Balance zwischen Relativismus und Universalismus, zwischen Individuum und Menschheit zu finden glaubt. Bildung ist damit nicht nur Geistesbildung, sondern auch Praxis, die sich sowohl individuell als auch kollektiv, sowohl geistig als auch leiblich ausdrückt.

Wilhelm von Humboldts empirische und theoretische Bildungsforschung soll in diesem Kolloquium in unterschiedlichen Facetten im Mittelpunkt stehen. Dabei werden wir uns in enger Lektüre den Texten Humboldts nähern. Es werden ausgewählte Gegenstandsbereiche Humboldt´scher Forschungen – Bildung, Sprache, Kultur, Ethnien, Staat, Politik, Universität, Schule, Curriculum – aus der Perspektive der Bildungsforschung betrachtet und für diese fruchtbar gemacht. Mit Humboldt lassen sich methodologische, kulturwissenschaftliche und bildungstheoretische Perspektiven aufwerfen, die das herrschende, hegemoniale Verständnis empirischer Bildungsforschung als messende und vermessende Disziplin zur Diskussion stellt.

MA Ewi 5.1 | Kolloquium

Prof. Dr. Malte Brinkmann

 

 

Verantwortung, Autorität, Sorge – Mit Hannah Arendt die Krise der Erziehung denken

Hannah Arendt hat sich in ihrem Werk vielfach dem Thema Pädagogik und Erziehung gewidmet, wenn auch meistens indirekt.  In diesem Seminar soll, ausgehend von ihren Überlegungen zur Krise der Erziehung, zur Verantwortung und zur Autorität ein Zugang zu Grunddimensionen  pädagogischen Denkens und Handelns erarbeiten werden. Nach einer Rekonstruktion des zeithistorischen Kontextes der Texte und ihres Zusammenhangs im Werk von Arendt werden aktuelle erziehungswissenschaftliche Perspektiven auf eine pädagogische Ethik, eine pädagogische Theorie und Praxis der Sorge sowie auf pädagogische Autorität vorgestellt und kritisch diskutiert. 

 

MA Ewi 5.1 | Hauptseminar, geöffnet für Gender Studies

Prof. Dr. Malte Brinkmann

 

 

Einführung in die qualitative Empirie

Die Vorlesung gibt einen praxisbezogenen Überblick über einschlägige sozialwissenschaftliche und pädagogische qualitative Methoden. Es werden historische, wissenschaftstheoretische und methodologische Grundlagen sozialwissenschaftlicher und pädagogischer empirischer Forschung thematisiert sowie wichtige Forschungsmethoden anhand von Beispielen aus der pädagogischen Praxis vorgeführt. Praktische Fragen bei der Erstellung einer Forschungsarbeit im Praktikum stehen im Mittelpunkt (Themenfindung, Methodenwahl, Gegenstandsbezug, Auswertung). Praxen sozialwissenschaftlicher Forschung wie Beobachten, Beschreiben, Befragen, Interpretieren, Auswerten sowie Medien der qualitativen Forschung (Sprache, Schrift, Bild) werden thematisiert.

LA 3  | Vorlesung

Prof. Dr. Malte Brinkmann

 

Tutorium zur Vorlesung "Einführung in die qualitative Empirie"

Dieser Moodle-Kurs stellt das Online-Tutorium zur Begleitung der Vorlesung „Einführung in die qualitative Empirie“ (SoSe2020) von Prof. Dr. Malte Brinkmann dar. Ziel des Tutoriums ist es, gemeinsam die wesentlichen Inhalte der Vorlesung für eure Modulabschlussprüfung (Klausur) aufzubereiten. Aufgrund dessen werden in diesem Tutorium nur die obligatorischen Texte bearbeitet. Darüber hinaus bildet dieser Kurs die Schnittstelle zwischen euren klausurrelevanten Fragen und Herrn Brinkmann. Die Teilnahme an dem Tutorium ist freiwillig.

LA 3 | Tutorium

Nancy Weiss

 

Werkstattseminar: Gegenstandskonstitution in der qualitativen Bildungsforschung

In diesem Werkstattseminar werden forschungspraktische, methodologische und grundlagentheoretische Fragen und Probleme qualitativer Bildungsforschung an Forschungsmaterialien aus Qualifizierungsarbeiten, Forschungsprojekten und Seminararbeiten diskutiert und erarbeitet. Das Seminar bietet eine forschungspraktische Einführung in Fragen der Datenerhebung und der Datenauswertung. Es ist geöffnet für alle forschungspraktisch und –methodisch Interessierten. Erfahrungen in der praktischen Forschungsarbeit sind willkommen, aber nicht Voraussetzung. Materialien werden bereitgestellt.

 

Zusatzangebot | Seminar

Prof. Dr. Malte Brinkmann