Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Arbeitsbereich Wirtschaftspädagogik

INA-Pflege PLUS

INA-Pflege PLUS
(Integriertes Angebot zur Alphabetisierung und Grundbildung im Pflegebereich;
Professionalisierung-Literalisierung-Unterstützung-Sensibilisierung)

 

KontaktINA PLUS Logo_groß.jpg

E-Mail:ina-pflege.ewi@hu-berlin.de
Telefon: 030 2093-66897 

 

Projektleitung

PD Dr. Steffi Badel
E-Mail: steffi.badel@hu-berlin.de
Telefon: 030 2093-66865 

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen

Dr. Regina Ryssel
Dipl.-Soz. Annika Löbsin
Dr. Cornelia Wagner-Herrbach
Aneli Hüttner M. Ed.

Antonia Burkhardt B. Sc. (stud. Mitarbeiterin)
Elisa Heiland (stud. Mitarbeiterin) 

 

Laufzeit

Januar 2022 bis Dezember 2024
 

Finanzierung

INA-Pflege PLUS ist ein Forschungsvorhaben im Rahmen der "Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung (AlphaDekade)" und wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen W1491AOG. 
 

Hintergrund und Ziel des Projekts

Das Projekt INA-Pflege PLUS sowie die Vorgängerprojekte INA-Pflege und INA-Pflege 2 entstanden vor dem Hintergrund der ersten Leo. ─ Level-One Studie aus dem Jahr 2011, bei der sich herausstellte, dass 7,5 Millionen deutschsprechende Erwachsene in Deutschland nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben können, und der Studie LEO 2018 – Leben mit geringer Literalität, nach der 6,2 Millionen Menschen gering literalisiert sind. In Folge der schockierenden Ergebnisse wurden von Bund und Ländern die „Nationale Strategie für Alphabetisierung“ (2012-2015) und die „Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung“ (2016-2026) ins Leben gerufen, um die Anzahl der gering Literalisierten zu reduzieren und das Grundbildungsniveau zu erhöhen.

Über die Zahl derjenigen mit Grundbildungsbedarf in einzelnen Branchen können derzeit noch keine zufriedenstellenden Aussagen getroffen werden. Unser Projekt INA-Pflege PLUS fokussiert den Pflegebereich. Eine statistische Erhebung über Pflegehilfskräfte mit Grundbildungsbedarf existiert bisher nicht. Erfahrungsberichte aus den Pflegeeinrichtungen legen jedoch nahe, dass eine relevante Anzahl von Pflegehelferinnen und Pflegehelfern nicht ausreichend lesen, schreiben oder rechnen kann.

Während in der Projektarbeit von INA-Pflege und INA-Pflege 2 die Erstellung von passgenauen Lehr- und Lernmaterialien für gering literalisierte Erwachsene in Qualifizierungen der Pflege(-hilfe) zentrale Aufgabe war, hat das Projekt INA-Pflege PLUS einen anderen Fokus: im Mittelpunkt stehen nunmehr der Aufbau, die Weiterentwicklung und Verstetigung eines bundesweit agierenden Netzwerkes von Akteurinnen und Akteuren auf unterschiedlichen Strukturebenen der Pflege(-hilfe). Damit soll ein nachhaltiger und tragfähiger Beitrag zur strukturellen Verankerung von Grundbildung in der Pflege(-hilfe) geleistet werden, um die Qualität von Lehr- und Lernprozessen in Qualifizierungsangeboten und in (Aus-)Bildungsformen im Pflegebereich zu erhöhen.

 

 

Arbeitsschwerpunkte

Der Wissenschafts-Praxis-Dialog dient der Kooperation von Akteurinnen und Akteuren unterschiedlicher Ebenen, so z. B. Lehrkräfte, Bildungsplanende, wissenschaftlich Tätige und Personen aus der Politik. In Rundtisch-Gesprächen werden dabei gemeinsame Handlungsfelder und Empfehlungen für die Politik und in Zukunftswerkstätten Ideen und Lösungsansätze für die praktische Umsetzung erarbeitet.

Als Basis für die Öffentlichkeitsarbeit wird ein detailliertes, an den entsprechenden Zielgruppen (Lehrende, Bildungsplanende, Vertreter*innen der Bildungspolitik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene) orientiertes Kommunikationskonzept erarbeitet. Darüber hinaus wird ein Handbuch zu didaktischen Prinzipien der Grundbildung in der Pflege(-hilfe) für Lehrpersonen und Bildungsplanende erstellt, welches methodisch-didaktische Empfehlungen zur Gestaltung von Unterrichtssituationen in der Pflege vermittelt. In Schulungen werden Lehrkräfte und Bildungsplanende befähigt, Sensibilisierungs- und Professionalisierungsangebote zur arbeitsorientierten Grundbildung in der Pflege(-hilfe) selbst zu gestalten.

 

Kooperationspartner*innen

Alpha-Bündnis Berlin Mitte

Lernende Region - Netzwerk Köln e. V.

Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik (OSZ IMT)

Hermann-Scheer Schule (OSZ Wirtschaft)

Volkshochschule Pankow

GRUBISO - Lerncafé am Schlaatz (Bildungsforum Potsdam)

Universität Paderborn/Lehrstuhl "Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit"

Volkshochschule Berlin Mitte

Malteser Hilfsdienst/Region HRS

Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin/Lehrstuhl "Heilpädagogik"

ver.di Berlin/Brandenburg