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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Sachunterrichtsdidaktik

Humboldt-Universität zu Berlin | Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät | Institut für Erziehungswissenschaften | Sachunterrichtsdidaktik | Forschungs- und Entwicklungsvorhaben | Kindheitserinnerungen – Narrative im Erinnerungsdialog von Grundschüler*innen mit alten Menschen aus der DDR (KiNa)

Kindheitserinnerungen – Narrative im Erinnerungsdialog von Grundschüler*innen mit alten Menschen aus der DDR (KiNa)

Teil des Verbundprojektes Bildungs-Mythen – eine Diktatur und ihr Nachleben. Bilder(welten) über Praktiken und Wirkungen in Bildung, Erziehung und Schule der DDR. (BMBF)

Leitung: Prof. Dr. Detlef Pech

Wissenschaftliche MItarbeiterin: Julia Peuke

 

Ziel dieses Vorhabens ist es, Narrative über Kindheiten im Hinblick auf wiederkehrende, möglicherweise typische Elemente, Plots und Figuren, auf ‚Bilder’ über das Erziehungs- und Bildungswesen hin zu untersuchen. Diese im ‚Erinnerungsdialog’ zwischen heutigen Grundschüler*innen und alten Menschen entstehenden Narrative enthalten vielfach Erinnerungen an Erziehungs- und Bildungssituationen. Vor dem Hintergrund der intergenerationellen Funktionsweise des kommunikativen Gedächtnisses (vgl. Pethes 2013, S. 61ff.) analysiert dieses Projekt Stabilität und Veränderbarkeit von Bildungsmythen in einer „generationalen Ordnung“, die zunehmend in den Kontext erziehungswissenschaftlicher Kindheitsforschung gerückt ist (vgl. Heinzel, Kränzl-Nagel & Mierendorff 2012). In der intergenerationalen Kommunikation über Kindheitserfahrungen (Alexi 2014) werden subjektiv bedeutsame Erinnerungen, die aus gegenwärtiger Perspektive erzählt sind (Moller
2010b), auf spezifische Weisen so weitergegeben, dass Widersprüche zwischen individuellem und kollektivem Gedächtnis entstehen können (vgl. Moller 2011; von Reeken 2009). Neuere Arbeiten (Peuke 2017) zeigen, dass Kinder gerade ihr Wissen über die DDR-Vergangenheit nahezu ausschließlich über mündliche Überlieferung in der intergenerationellen Kommunikation erhalten. Im Projekt werden dabei fachdidaktisch bedeutsame Elemente für ein lebendiges historisches Lernen untersucht.

 

Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird mit dem Projekt "Jung fragt alt" der Projektwerkstatt im Kinderring Berlin e.V. zusammengearbeitet (http://www.jungfragtalt.de/)

 

Laufzeit: 2019-2022