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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Sachunterrichtsdidaktik

Reflexion und Berücksichtigung von Heterogenität in Lerngruppen

Programm zur Förderung naturwissenschaftlicher Interessen von geflüchteten Kindern und Jugendlichen, Campus Adlershof

 

Verantwortliche

  • Didaktik des Sachunterrichts | Humboldt-Universität zu Berlin | Detlef Pech, Sabine Erbstößer, Jurik Stiller
  • Didaktik der Physik/UniLab Adlershof | Humboldt-Universität zu Berlin | Burkhard Priemer, Johannes Schulz
  • Professional School of Education/Club Lise/Schülergesellschaften | Humboldt-Universität zu Berlin | Susanne Spintig

 

Laufzeit

  • seit 2015

 

Projektbeschreibung

Im Rahmen universitäterer Lehrveranstaltungen der Didaktik des Sachunterrichts werden Studierende in die Lage versetzt, verschiedene Heterogenitätsdimensionen zu erkennen sowie deren adäqute Berücksichtigung im Kontext naturwissenschaftlichen Lernens in einem Lehr-/Lern-Labor zu planen und zu reflektieren.

Am Campus-Adlershof der Humboldt-Universität zu Berlin wird dazu derzeit ein Angebot zur Förderung des naturwissenschaftlichen Interesses geflüchteter Kinder und Jugendlicher pilotiert. Veranstaltungsort ist das UniLab Adlershof, das seine langjährige Expertise als Lehr-Lern-Labor in Form von Modulen zur Verfügung stellt. Die bereits erprobten Module des UniLabs werden in Lehrveranstaltungen der AG Sachunterricht von Wissenschaftler_innen sowie Studierenden für geflüchtete Kinder und Jugendliche adaptiert, d.h. in Hinblick auf die Sprachverständlichkeit und Anwendbarkeit auf die gegebene Zielgruppe überarbeitet. Unter Anleitung von Wissenschaftler_innen führen u.a. Lehramtsstudierende der Grundschulpädagogik diese Module vornehmlich in den Schulferien mit geflüchteten Kindern durch.

 

Vorgehen

Zur Pilotierung des Projektes wurde im Frühjahr 2016 ein erstes UniLab-Modul ´Licht und Schatten` für die 5. und 6. Klassenstufe durch Wissenschaftler_innen der Didaktik des Sachunterrichts der Humboldt-Universität zu Berlin und Studierende des Lehramts an Grundschulen adaptiert.
Dazu wurde vorerst im Modul einer Regelklasse hospitiert, eine erste Anpassung vorgenommen und diese am 21. März 2016 mit 12 geflüchteten Kindern aus einem Flüchtlingsheim in Adlershof erprobt. Es folgte eine zweite Anpassung des Moduls, die am 18. Mai 2016 mit weiteren 10 geflüchteten Kindern erfolgreich durchgeführt wurde.

 

Projektziele

  • Ermöglichung der Teilhabe an aktivierenden Bildungsangeboten,
  • Förderung der professionellen Handlungskompetenz von Lehramtsstudierenden im Kontext heterogener Lerngruppen,
  • die Integration der geflüchteten Kinder und Jugendlichen in ein universitäres Netzwerk,
  • die Förderung des naturwissenschaftlichen Interesses durch kind- und jugendgerechte Angebote für geflüchtete Kinder und Jugendliche, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, und
  • eine Heranführung an die Universität, um die Option eines Studiums präsent zu machen.

 

Ergebnisse der ersten Pilotierung:
Lehr-/Lerntheoretische Aspekte, die sich für die Adaption des Moduls als relevant herausstellten, sind insbesondere:

  • Aspekte der Sprache, des Sprechens und Sprachhandelns
  • Aspekte der Phänomenorientierung vs. Abstraktion
  • Aspekte des Umgangs mit Traumatisierung
  • Aspekte des Umgangs mit Heterogenität, hierbei insbesondere auch mit religiöser Sozialisation
  • Aspekte der Klassenführung