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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Allgemeine Erziehungswissenschaft

Informationen für Teilnehmer_innen

 

Im Folgenden könnnen Sie sich über die datenschutzrechtlichen Bestimmungen informieren, auf deren Grundlage wir Daten erheben und verwenden.

Bei Fragen zu einem unserer laufenden Projekte oder wenn Sie von Ihren nachfolgenden Betroffenenrechten Gebrauch machen möchten, wenden Sie sich bitte an Herrn Fabio La Delia (Tel.: 030/2093-99411; E-Mail: fabio.ladelia@hu-berlin.de).

Forschung unterliegt der in Europa geltenden Datenschutzgrundverordnung DGSVO. Sie schützt die Grundrechte und Grundfreiheiten der Menschen, wie z.B. das Recht am eigenen Bild.

Wir versichern Ihnen, dass wir alle im Rahmen unserer Videostudien erhobenen Daten streng vertraulich behandeln und alle datenschutzrechtlichen Vorgaben für die Verarbeitung personenbezogener Daten beachten. Personenbezogene Daten sind nach Art. 4 Nr. 1 DSGVO alle Informationen, die eine Person identifizierbar machen. Für die Identifizierbarkeit reicht es aus, dass andere den Namen der abgebildeten Person auf einem Foto nennen können. Deshalb darf ein Foto oder eine Videoaufnahme nie ohne Einwilligung erstellt oder veröffentlicht werden.

 

Allgemeine Hinweise:


  • Die Teilnahme an unseren Studien ist immer freiwillig und kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

  • Es besteht das Recht auf Berichtigung, Löschung und Einschränkung der Verarbeitung Ihrer Daten (vgl. Art 13 Abs. 2 lit. b DS-GVO).

  • In wissenschaftlichen Veröffentlichungen verwenden wir Standbilder aus den Videos. Grundsätzlich werden bei solchen Veröffentlichungen Gesichter anonymisiert und verpixelt, d.h. zu sehende Gesichter werden auf einige große farbige Blöcke reduziert und dadurch unkenntlich gemacht.

  • Nur die an der Studie beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben für die Verarbeitung Zugriff auf das Videomaterial. Die erhobenen Daten werden nicht an Dritte (z.B. andere Lehrkräfte) weitergegeben.

  • Darüber hinaus besteht ein Beschwerderecht bei einer mitgliedstaatlichen Aufsichtsbehörde. Zuständige Aufsichtsbehörde für die HU ist die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit.

 

 

Verarbeitung der erhobenen Daten im Rahmen des DFG-geförderten Projektes PAU (Praktiken der Aufmerksamkeit im Unterricht)


 

Wir möchten Ihnen einen Überblick über unsere aktuelle PAU-Studie geben und Sie über die Verarbeitung der erhobenen Daten informieren. Diese Seite wird laufend aktualisiert.

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Teilnahme an PAU ist freiwillig und kann ohne Angaben von Gründen jederzeit mit Wirkung für die Zukunft bis spätestens 31.12.2023 bei der verantwortlichen Lehrkraft oder bei der Schulleitung widerrufen werden. Den Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer entstehen keine Nachteile, wenn sie nicht an unserer Studie teilnehmen bzw. die Teilnahme widerrufen.

  • Lehrkräfte richten ihren Widerruf bis spätesten 31.12.2023 an die Projektleitung. Den Lehrkräften entstehen keine Nachteile, wenn ein Widerruf ausgesprochen wird.

  • Bei einer Einwilligung der Nachnutzung der Daten werden diese bis zum 31.12.2023 gespeichert und dann datenschutzgerecht vernichtet.

  • Spätestens am 31.10.2019 werden alle handschriftlichen Unterlagen, die im Unterricht erstellt worden sind, datenschutzgerecht vernichtet.

  • Die PAU-Studie ist am 31.12.2020 soweit abgeschlossen, dass das Gesicht der Schülerinnen und Schüler in den Videos unkenntlich gemacht wird, sofern in keine unveränderte Nachnutzung der Videos eingewilligt worden ist.


 

Was ist PAU?


PAU ist eine Studie, in der unterschiedliche Tätigkeiten im Hinblick auf Aufmerksamkeit sowohl bei Schülerinnen und Schülern als auch bei Lehrerinnen und Lehrern untersucht werden. Dabei interessiert uns vor allem, wie Aufmerksamkeit geweckt und aufrechterhalten wird. Wir werden dafür einige Wochen den Unterricht begleiten und schriftliche Beobachtungen (Protokolle und Beschreibungen) davon anfertigen. Wir beziehen das jeweilige Fach, die Unterrichtsmaterialien, das Umfeld der Schülerinnen und Schüler sowie der Schule in unsere Analyse mit ein. Anschließend filmen wir zwei Unterrichtsstunden.

Die Erhebung findet von April 2019 bis Oktober 2019 in drei Berliner Schulen in den Fächern Deutsch und Biologie statt. Insgesamt nehmen zwei Klassen im Fach Deutsch und zwei Klassen im Fach Biologie teil. Alle Klassen sind aus der Jahrgangsstufe 9.

Weitere Informationen hier: https://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/de/allgemeine/forschung-1/videografische-unterrichtsforschung.

 


Verarbeitung und Nutzung der Daten


Für die gesamte PAU-Studie gilt, dass wir keine Namen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verwenden. Wir richten uns nach der Datenschutzgrundverordnung DSGVO und wenden ein Pseudonymisierungsverfahren an, damit die Identität der Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrkräfte nicht festgestellt werden kann. Dabei gehen wir wie folgt vor:

Bei der Sicherung der von uns angefertigten Beschreibungen auf einem Computer, verwenden wir anstelle von Namen eine ID (Identifikationsnummer). IDs sind zufällige Zahlenkombinationen, die allen Personen in der Klasse zu Beginn der Studie einmalig zugeordnet werden. Damit soll verhindert werden, dass Dritte Rückschlüsse auf die Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrkräfte ziehen und sie identifizieren können. Dieses Pseudonymisierungsverfahren wird auch auf das Videomaterial angewendet.

Auf Grundlage der Protokolle und Beschreibungen wird ausgewählt, welche Teile aus dem aufgezeichneten Unterrichtsvideo von uns näher untersucht werden. Die Videos werden zu kurzen Videoclips, sog. Sequenzen, verarbeitet. Diese werden dann weiter wissenschaftlich ausgewertet. Über ausgerufene Namen und Orte (der Name der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte, Name der Schule, Straßennamen, Bezirk usw.) wird ein „Piep-Ton“ gelegt, der die Äußerung nicht mehr hörbar macht. So sollen Rückschlüsse auf die Identität der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer oder beispielsweise den Schulort sehr erschwert werden.

Die Ergebnisse der Studie werden in wissenschaftlichen Veröffentlichungen (z.B. in Aufsätzen, in denen u.a. Standbilder aus den Videos abgebildet sein werden) vorgestellt. Dort werden Gesichter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer unkenntlich gemacht.

Sobald wir mit unseren Erhebungen an der Schule fertig sind, werden die handschriftlichen Beobachtungsprotokolle spätestens am 31.10.2019 vernichtet. Nach Abschluss der Auswertung werden spätestens am 31.12.2020, die Gesichter der Schülerinnen und Schüler in den Videos unkenntlich gemacht, sofern in keine unveränderte Nachnutzung eingewilligt worden ist (s.u.). Die Videoaufnahmen werden dann nicht mehr von uns verwendetet. Spätestens am 31.12.2023 werden sämtliche Daten, die IDs der Schülerinnen und Schüler, die Beschreibungen und Videoaufnahmen datenschutzgerecht, d.h. sicher und unumkehrbar vernichtet. Nur das PAU-Forschungsteam wird die erhobenen Daten auf die hier beschriebene Weise verarbeiten und auswerten.

 

Weiternutzung der Daten

Im Rahmen der PAU-Studie erheben wir Daten, die wir über die Studie hinaus weiter nutzen möchten. Wir verwenden die erhobenen Daten

(1) im Rahmen der PAU-Studie,

(2) im Bereich der Aufmerksamkeitsforschung und

(3) im „Forschenden Lernen“.

Aus Gründen der Nachhaltigkeit der Forschung und der Verbesserung der Unterrichtsqualität an Berliner Schulen ist es wünschenswert, die Videos für weitere Forschungszwecke weiterzuverwenden. Wir verwenden die Videoaufnahmen niemals ohne eine Einwilligung der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer.

 


Weiternutzung der Daten im Bereich der Aufmerksamkeitsforschung

Wir sind an einer nachhaltigen Nutzung der Daten für Forschungszwecke und Anschlussforschungen interessiert. Die Daten werden ausschließlich im Forschungskontext genutzt. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir keine Angaben über die genaue Weiternutzung der Videoaufnahmen machen. Sie können sich jederzeit eigenständig über die Nachnutzung und Verarbeitung der Daten für künftige Forschungszwecke an dieser Stelle informieren.

 

Weiternutzung der Daten zu Ausbildungszwecken im Rahmen des „Forschenden Lernens“

Wir möchten die Daten auch im sog. „Forschenden Lernen“ verwenden. Im „Forschenden Lernen“ möchten wir angehenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, mit dem erhobenen Material zu arbeiten und gemeinsam zu forschen (https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/archiv/nr1605/nr_160411_00).

Wir verwenden im „Forschenden Lernen“ keine vollständigen Videos einer Unterrichtsstunde, sondern lediglich kurze Videoausschnitte. Diese kurzen Videoclips werden von uns nur in kleinen Studien- und Forschungsgruppen genutzt – sie werden nie öffentlich gezeigt. Echte Namen werden nicht verwendet, stattdessen werden IDs vergeben. Grundsätzlich wird über im Video genannte Namen ein „Piep-Ton“ gelegt.

Zudem sind in Studien- und Forschungsgruppen Computer, Handys u.a. elektronische Geräte, die Filmen oder eine Gesichtserkennung o.ä. unterstützen, verboten. Mit diesen Maßnahmen werden Rückschlüsse auf Personen oder Orte weiter erschwert.

 


Widerruf der Teilnahme

Es kann ein Widerruf zu folgenden Teilen ausgesprochen werden: zur Teilnahme an der gesamten PAU-Studie (1), zur Weiternutzung der Videoaufnahmen im Bereich der Aufmerksamkeitsforschung (2) und zur Weiternutzung der Videoaufnahmen im „Forschenden Lernen“ (3).

Bei einem Widerruf machen wir die Studienteilnehmerinnen und - teilnehmer in den Videoaufnahmen unkenntlich. Richten Sie bitte Ihren Widerruf formlos bis zum 31.12.2023 an die Lehrkraft Ihres Kindes bzw. an die Schulleitung der Schule Ihres Kindes.

Lehrkräfte, die die Teilnahme an der Studie widerrufen wollen, melden sich direkt beim Studienleiter des Projektes. Wenn Sie die Nutzung der Videodaten widerrufen, werden die Szenen, in denen Sie sichtbar sind, so verpixelt, dass Sie nicht mehr im Videomaterial zu sehen sind.

Der Widerruf einer Einwilligung gilt erst ab dem Zeitpunkt, an dem er ausgesprochen wurde. Die Verarbeitung der Daten ist bei einer Einwilligung bis zum Zeitpunkt eines Widerrufs rechtens.