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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Abteilung Erwachsenenbildung/ Weiterbildung

Humboldt-Universität zu Berlin | Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät | Institut für Erziehungswissenschaften | Abteilung Erwachsenenbildung/ Weiterbildung | Forschung | Projekte | Analyse von Drop-out in der Weiterbildung (Verbreitung, Einflussfaktoren, Auswirkungen) – Entwicklung einer gegenstandsverankerten Theorieperspektive auf Drop-out

Analyse von Drop-out in der Weiterbildung (Verbreitung, Einflussfaktoren, Auswirkungen) – Entwicklung einer gegenstandsverankerten Theorieperspektive auf Drop-out

Förderlaufzeit

2017 - 2019

Förderinstitution

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) / Sachbeihilfe

Projektleitung

Prof. Dr. Aiga von Hippel und Prof. Dr. Bernhard Schmidt-Hertha (Eberhard Karls Universität Tübingen)

Projektmitarbeit

Stefanie Hoffmann, M.A.

Dr. Veronika Thalhammer (Eberhard Karls Universität Tübingen)

Claudia Kulmus, Dipl. Päd.

Maria Stimm, M.A.

Aileen Thamm (studentische Mitarbeiterin)

Kontakt

Prof. Dr. Aiga von Hippel

e-Mail: aiga.von.hippel@hu-berlin.de

 

Humboldt-Universität zu Berlin

Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät

Institut für Erziehungswissenschaften

Abteilung Erwachsenenbildung/Weiterbildung

Unter den Linden 6

10099 Berlin

 

Gegenstand des beantragten Projekts ist Drop-out in der Weiterbildung (WB). Drop-out kann als zentrales Thema der WB verstanden werden, da dabei Teilnahme in Nichtteilnahme umschlägt. Dies wird vor allem dann zum Problem, wenn ein eigentlich vorhandenes WB-Interesse nicht weiter realisiert werden kann und/oder wenn damit ein grundsätzlicher Rückzug aus dem System WB eingeleitet wird. Dabei ist das Zusammenspiel der Einflussfaktoren auf Drop-out empirisch und theoretisch bislang nicht hinreichend geklärt. Während es in der Schul- und Berufsbildungsforschung umfangreiche Forschungen zu Drop-out gibt, fehlen national wie international aktuelle Studien zu Drop-out in der WB. Es besteht auf individueller, gesellschaftlicher sowie institutioneller Ebene der Bedarf an nutzeninspirierter Grundlagenforschung, die dieses Desiderat aufgreift. Ziel des beantragten Projekts ist es, Drop-out als eine Form von WB-Verhalten zu definieren und diese Perspektive innerhalb der Theorien zur WB-Beteiligung zu verorten. Das Projekt fokussiert somit perspektivverschränkend

 

  1. die Erfassung von Drop-out-Prozessen,
  2. die Ermittlung von Erklärungshintergründe für Drop-out-Entscheidungen sowie
  3. daraus resultierend die Erarbeitung eines Modells, welches die Theoriebildung zum WB-Verhalten mit der Perspektive auf Drop-out unterstützt (gegenstandsverankerte Theorieperspektive mittlerer Reichweite bezüglich Drop-out).

 

Dadurch ergeben sich folgende Fragestellungen:

 

  1. In welchen Konstellationen (Weiterbildungsangebote – Personengruppen) kommt es zu Abbrüchen von welchen Veranstaltungen?
  2. Wie kontinuierlich/diskontinuierlich sind Weiterbildungsabbrüche im individuellen Verlauf?
  3. Welche Gründe sind für einen Weiterbildungsabbruch ausschlaggebend?
  4. Inwieweit schlagen sich die Erfahrungen eines Abbruchs auf die individuellen Weiterbildungseinstellungen und -interessen nieder?

 

Hierbei ist ein multimethodaler Zugang erforderlich, der perspektivenverschränkend ansetzt. Das dreistufige Triangulationsverfahren besteht aus den folgenden Elementen:

 

  1. Sekundäranalyse bestehender Datensätze (NEPS)
  2. Expert/inn/eninterviews mit Vertreter/inne/n von Bildungsträgern/Weiterbildungsverbänden (ca. 10 Interviews)
  3. Qualitative Interviews mit Abbrecher/inne/n (ca. 40 Interviews)

 

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Einflussfaktoren auf und Verarbeitungen sowie Auswirkungen von Drop-out in der Weiterbildung analysiert werden und daraus eine gegenstandsverankerte Theorieperspektive auf Drop-out im Weiterbildungsgeschehen entwickelt wird.

 

Bei Interesse am Thema kann eine Bachelor- oder Masterarbeit im Rahmen des Projekts verfasst werden. Dabei können sowohl eigene Untersuchungen durchgeführt, wie auch die im Rahmen des Projekts erhobenen Daten für eigene Auswertungen genutzt werden.