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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Systematische Didaktik und Unterrichtsforschung

Forschung



Projektübersicht

 

Laufende Projekte

Pro-KomMa Professionalisierung des frühpädagogischen Studiums im Bereich Mathematik (2016 - 2019 BMBF)

 

Lehrerbildungs- und Hochschulforschung:

 

Schulforschung:

Evaluation bayerischer Montessori-Schulen

Institutioneller und politischer Wandel in der deutschen Schulpolitik seit 1949 und die Auswirkungen auf die soziale Ungleichheit

Institutioneller Wandel und Pfadabhängigkeiten. Determinanten schulstruktureller Reformprozesse in den ostdeutschen Bundesländern

Schulpolitik im Bundesländervergleich: Analyse der Wahlprogramme seit 2000

Choice: Schulwahl und soziokulturelle Passung. Einschulwahl, Schulqualität und Schulträgerspezifik unter besonderer Berücksichtigung von Schulen in freier Trägerschaft

 

Abgeschlossene Projekte

KoKoHs: Koordination des Förderprogramms „Kompetenzmodellierung und Kompetenzmessung im tertiären Bildungssektor“ (2011-2015, BMBF)

KomMa: Struktur, Niveau und Entwicklung professioneller Kompetenzen von Erzieherinnen und Erziehern im Bereich Mathematik (2011-2014, BMBF)

TEDS-FU - Teacher Education and Development Study: Follow Up (Längsschnittstudie zur TEDS-M-Kohorte, 2010-2013, DFG)

TEDS-M - Learning to Teach Mathematics: Teacher Education and Development Study (2006-2010, DFG)

MT21 – Mathematics Teaching in the 21st Century (2004-2010, NSF)

TEDS-LT - Teacher Education and Development Study: Learning to Teach (nationale Erweiterung zur IEA-Studie TEDS-M, 2008-2012, BMBF)

TEDS-Telekom: Effektivität innovativer Projekte der Mathematiklehrerausbildung im Kernfach Mathematik (2008-2012, Deutsche Telekom Stiftung)

Hands Across the Campus

Bridging Cultural Differences: An International Comparison of Excellent Teacher Education Programs in Germany, Scandinavia and the US (2006-2007, Lehrstuhl)

Developing Subject Matter Knowledge in Mathematics Middle School Teachers. Cross-National Study of Teacher Preparation (2004-2007, Alexander-von-Humboldt Stiftung)

Wissenschaftliche Begleitforschung zum Modellvorhaben "1000mal1000: Notebooks im Schulranzen" in Niedersachsen (2005-2007, N21)

CaMoT - Case Method of Technology for Practical Use of Training Teachers (2005-2006, EU)

Entwicklung und Implementation schulinterner Curricula im Fach Deutsch (2005-2006, Lehrstuhl)

H-A-M-L-E-T - Handlungsmuster von Lehrerinnen und Lehrern beim Einsatz neuer Medien im Unterricht der Fächer Deutsch, Mathematik und Informatik (2002-2005, DFG)

MekoLLi - Medienpädagogische Kompetenz für Lehramtsstudierende und LehrerInnen (2003-2004, Multimedia Kontor Hamburg)



Laufende Projekte

 

Abgeschlossene Projekte


KoKoHs

Koordination des Förderprogramms „Kompetenzmodellierung und Kompetenzmessung im Hochschulsektor“

Durchführende: Prof. Dr. Sigrid Blömeke (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Olga Zlatikin-Troitschanskaia (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Mitarbeiterin: Corinna Lautenbach, Humboldt-Universität zu Berlin, Christiane Kuhn, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Kontakt: corinna.lautenbach@hu-berlin.de
Projektdauer: 01.05.2011 - 31.03.2015
Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Der tertiäre Bildungssektor repräsentiert einen Bildungsbereich, der trotz zunehmender gesellschaftlicher Bedeutung in der nationalen und internationalen Bildungsforschung bislang nur wenig Aufmerksamkeit erfährt. Für nachhaltige Entwicklungs- und Optimierungs-maßnahmen sind jedoch evidenzbasierte Aussagen auf der Basis von Wirksamkeitsprüfungen zum output bzw. outcome einer heterogenen Hochschullandschaft erforderlich, die Hinweise auf struktureller, hochschuldidaktischer und individueller Ebene liefern können. Die Erfahrungen aus den aktuellen Umstrukturierungs- und Umbruchprozessen (wie die Umstellung auf das Bachelor-Master-Modell) zeigen, dass die Entwicklung und Realisierung von erfolgsversprechenden Konzepten in der Hochschule einer theoretischen und empirischen Fundierung bedürfen. Um die nationale Forschungslücke schließen zu können und international anschlussfähig zu sein, werden in der neuen Förderinitiative des BMBF „Kompetenzmodellierung und Kompetenzerfassung im Hochschulsektor (KoKoHs)“ Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen für ein gemeinsames, multi- und interdisziplinär sowie methodenintegrativ angelegtes Forschungsprogramm systematisch zusammengeführt und standortübergreifend – auch international – vernetzt. KoKoHs soll der grundlagenorientierten Kompetenzforschung im tertiären Bildungssektor damit wichtige Impulse geben. In diesem Rahmen werden Forschungsprojekte initiiert, die neben der Modellierung und Erfassung von akademisch vermittelten generischen Kompetenzen insbesondere domänenspezifische Fertigkeiten und Kenntnisse in den folgenden Bereichen fokussieren: Lehrerbildung MINT-Fächer, Lehrerbildung sozialwissenschaftliche Fächer, Lehrerbildung Deutsch/ Geschichte, Erziehungswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwissenschaften. /p>

Um die Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können, wurde zur Koordination dieser Projekte und des Forschungsprogramms zum 01.05.2011 eine Koordinationsstelle in Berlin und Mainz eingerichtet. Zentrale Aufgaben der Koordinierungsstelle sind die Förderung des Austauschs und der Vernetzung unter den geförderten Projekten, um Synergien nutzbar zu machen sowie eine systematische und nachhaltige Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ein besonderes Anliegen ist zudem, die bereits gewonnenen internationalen Kontakte aufrechtzuerhalten und in Form eines kommunikativen Austauschs für die nationale Förderinitiative weiter zu nutzen.


Weitere Informationen erhalten Sie auf der KoKoHs - Homepage

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KomMa

Struktur, Niveau und Entwicklung professioneller Kompetenzen von Erzieherinnen und Erziehern im Bereich Mathematik

Projektleitung:  Prof. Dr. Sigrid Blömeke (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Marianne Grassmann (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Hartmut Wedekind (Alice-Salomon-Hochschule, Berlin)
Mitarbeitende:  Simone Dunekacke, Lars Jenßen und Wibke Baack (alle Humboldt-Universität zu Berlin), Martina Tengler (Alice-Salomon-Hochschule, Berlin)
Kontakt: simone.dunekacke@hu-berlin.de
Laufzeit:  2011-2014
Finanzierung:  BMBF (Teil der Förderinitiative KoKoHs: Kompetenzmodellierung und Kompetenzerfassung im Hochschulsektor)

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die mathematische Entwicklung von Kindern beginnt bereits mit der Geburt. Im Vorschulalter werden wichtige Entwicklungsschritte vollzogen, die Auswirkungen auf Schulleistungen (nicht nur in Mathematik) haben (vgl. z.B. Krajewski; Schneider). Die Entwicklung mathematischer Fähigkeiten ist dabei auf eine anregungsreiche Umgebung und spezifische Lerngelegenheiten angewiesen. Insbe-sondere in der institutionellen Kindertagesbetreuung sollten Kinder solche Lerngelegenheiten vorfinden können. Dies stellt hohe Anforderungen an die professionellen Kompetenzen von Erzieherinnen und Erziehern. Sie sind gefordert, im Kindergarten-Alltag Lerngelegenheiten zu erkennen und im Sinne einer mathematischen Förderung der Kinder zu nutzen. Hierzu benötigen sie, neben allgemeinpädagogischem und entwicklungspsychologischem Professionswissen, mathematisches und mathematikdidaktisches Professionswissen. Im Mittelpunkt des Projekts KomMa steht die Frage, inwieweit Erzieherinnen und Erzieher im Rahmen ihrer Ausbildung Kompetenzen zur mathematischen Förderung von Kindern erwerben und welche Gelegenheiten ihnen geboten wurden, solche zu erwerben. Bisher liegen kaum Untersuchungen zum Kompetenzerwerb von Erzieherinnen und Erziehern vor, unabhängig vom fachlichen Kontext. Ziele von KomMa sind daher folgende:
  1. die Entwicklung eines anforderungsbezogenen und zugleich curricular validen Modells der professionellen Kompetenz von Erzieherinnen und Erziehern zur Förderung mathematischer Fähigkeiten im Kindergarten;
  2. die Entwicklung eines fachbezogenen Tests, der die Kompetenzen der Erzieherinnen und Erzieher, mathematische Fähigkeiten in den informellen Settings des Kindergartens zu fördern, reliabel und valide erfasst;
  3. eine längsschnittliche Analyse der Kompetenzstruktur, des Kompetenzniveaus und der Kompetenzentwicklung bei Erzieherinnen und Erziehern vom Beginn der Ausbildung bis in den Beruf;
  4. die Identifikation förderlicher Kontextbedingungen der ErzieherInnenausbildung im nationalen und internationalen Vergleich.
In der derzeitigen ersten Projektphase steht die Modellbildung im Mittelpunkt. Hierzu erfolgt eine qualitative Analyse der Bildungspläne (die in allen Bundesländern für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen entwickelt wurden) sowie der Rahmenlehrpläne und Modulhandbücher (der Ausbildungseinrichtungen). Auf Grundlage dieses Models wird ab dem Frühsommer der Test zur Erfassung des mathematischen und mathematikdidaktischen Professionswissens entwickelt.
Weitere Informationen folgen.

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TEDS-FU

Teacher Education and Development Study: Follow Up

Durchführende: Prof. Dr. Sigrid Blömeke (Humboldt-Universität zu Berlin) Prof. Dr. Gabriele Kaiser (Universität Hamburg) Prof. Dr. Johannes König (Universität Köln) Prof. Dr. rer.nat. Martina Döhrmann (Universität Vechta).
Projektdauer: 01.06.2010 - 31.05.2013
Finanzierung: DFG

Als Follow Up der internationalen Studie TEDS-M (Blömeke/Kaiser/Lehmann et al.), zielt TEDS-FU darauf ab, im Anschluss an die Ergebnisse von TEDS-M zur Wirksamkeit der Lehrerausbildung von Mathematiklehrern, die weitere Entwicklung der Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern in der Phase des Berufseinstiegs zu diagnostizieren. Dabei sind sowohl das Kompetenzniveau, als auch die Kompetenzstruktur von Interesse, um die Veränderungen im Sinne einer Professionalisierung erfassen zu können. Im Zentrum steht daher auch die Entwicklung eines Tests anhand von Videovignetten, um prozessbasierte Maße zu erfassen, mit denen unterschiedliche Grade an Prozeduralisierung verfügbarer Wissensbestände abgebildet werden können. Es handelt sich dabei um ein längsschnittliches Design, Grundlage der Stichprobe von TEDS-FU sind also Lehrerinnen und Lehrer, die im Jahr 2008, als Referendare an TEDS-M teilgenommen haben und die eine Lehrberechtigung für das Fach Mathematik erworben haben.

Kernfragen:

  • Wie stabil bzw. veränderlich sind das in TEDS-M am Ende der Lehrerausbildung gemessene Kompetenzniveau und die Kompetenzstruktur unter den Bedingungen des Berufseinstiegs?
  • Wie lässt sich der nach drei Jahren erreichte Berufserfolg methodisch erfassen? Der gegenwärtige Forschungsstand erfordert die Einbindung von Videovignetten, um handlungsnahe Kognitionen untersuchen zu können.
  • Wie valide sind Prognosen, die auf der Basis der TEDS-M-Daten formuliert werden, im Hinblick auf Berufserfolg im Lehramt und welcher Mehrwert kommt der standardisiert durchgeführten Kompetenzmessung im Vergleich zu Examensnoten zu?
  • Welche schulischen Kontextbedingungen sind für eine Weiterentwicklung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer in der Phase des Berufseinstiegs besonders förderlich?

Weitere Infomationen erhalten sie auf der  TEDS-FU Homepage


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Evaluation bayerischer Montessori-Schulen

 

Projektleitung:  PD Dr. Thomas Koinzer, zusammen mit Prof. Dr. Sabine Gruehn (Münster) und Prof. Dr. Achim Leschinsky (Berlin)
Träger Montessori-Landesverband Bayern, Software AG-Stiftung
Laufzeit:  04/2007 - 12/2011

Schulleistungsstudie und Evaluation der Schulqualität (mathematische, Lese- und Problemlösekompetenz, soziales Lernen, Schulklima, Leistungsbewertung)  

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Institutioneller und politischer Wandel in der deutschen Schulpolitik seit 1949 und die Auswirkungen auf die soziale Ungleichheit

 

Projektleitung:  Prof. Dr. Rita Nikolai, Marcel Helbig (WZB)
Mitarbeiterin:  Kerstin Rothe, Mareike Schmale
Laufzeit:  seit 7/2009

Im Rahmen des gemeinsamen Forschungsprojekts von Rita Nikolai und Marcel Helbig (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) sollen die politischen, ökonomischen, institutionellen und gesellschaftlichen Determinanten für die unterschiedliche Ausgestaltung von Schulpolitik, wie auch deren Wirkung auf die soziale Selektivität bei der Erlangung des Abiturs analysiert werden. Dazu wurde eine in Deutschland einzigartige Datenbank aufgebaut, die es ermöglicht den institutionellen Wandel der Schulpolitik im Zeitverlauf auf Basis von Schulgesetzen und -verordnungen verfolgen zu können. Diese Datenbank soll zur Beantwortung der Fragen mit aggregierten Daten zu den politisch-institutionellen, den parteipolitischen und den sozioökonomischen Kontexten der Bundesländer als auch mit Befragungsdaten zusammengeführt werden. Fallanalysen ergänzen die Beschreibung und Erklärung schulpolitischer Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse.  

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Schulpolitik im Bundesländervergleich:

Analyse der Wahlprogramme seit 2000

Projektleitung:  Prof. Dr. Rita Nikolai, Marcel Helbig (WZB)
Mitarbeiterin:  Kerstin Rothe, Mareike Schmale
Laufzeit:  seit 10/2011

In dem Projekt „Schulpolitik im Bundesländervergleich“ werden die Positionen aller demokratischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland, die in den Jahren 2001 - 2011 in den jeweiligen Landesparlamenten vertreten waren, zum allgemeinbildenden Schulwesen untersucht. Zur Bestimmung der bildungspolitischen Positionen werden die Wahlprogramme dieser Parteien herangezogen und mittels einer computergestützten qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Durch dieses Vorgehen können zum einen die Positionsunterschiede zwischen den Parteien, aber auch zwischen den Bundesländern aufgezeigt werden, da die Landesverbände im Bildungsbereich inhaltlich und finanziell weitgehend autonom von der Bundespartei agieren können. Zum anderen können anhand der regelmäßig beschlossenen und publizierten Wahlprogramme Entwicklungen der Parteipositionen im Zeitverlauf ausfindig gemacht werden. Aufgrund der Ergebnisse bereits durchgeführter Studien zu Wahlprogrammen in anderen Themenfeldern werden auch zwischen den Landesverbänden einer Partei deutliche Positionsunterschiede erwartet. Ziel der Analysen ist es, weitere Erklärungsansätze für die unterschiedlichen Schulpolitiken in den Bundesländern zu erhalten.  

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Choice:

Schulwahl und sozio-kulturelle Passung. Einzelschulwahl, Schulqualität und Schulträgerspezifik unter besonderer Berücksichtigung von Schulen in freier Trägerschaft.

Projektleitung:

Prof. Dr. Thomas Koinzer, Prof. Dr. Sabine Gruehn (Münster)

Mitarbeiterinnen:

Tanja Mayer, Judith Schwarz (Münster)

Laufzeit:

seit 10/2014
Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projekthomepage: http://choice.hu-berlin.de

In den zurückliegenden zehn Jahren ist im deutschen Schulsystem ein kontinuierlicher Anstieg privater Schulen1 zu verzeichnen wobei die Ursachen für die Attraktivität privater Schulen weitgehend ungeklärt sind. Die Untersuchung setzt an dieser Stelle an. Ihr Gegenstand ist zum einen, die Schulwahlmotive von Eltern, deren Kinder private
Schulen besuchen, vor dem Hintergrund wahrgenommener Merkmale von Schulqualität
zu untersuchen und diese mit den Schulwahlmotiven von Eltern zu vergleichen, deren Kinder
eine staatliche Schule besuchen. Zum anderen werden, mit dem Fokus auf das sehr heterogene Feld privater Schulen, diese Wahlen in einer Typologie der Passung zu spezifischen Privatschulträgern verortet. Unter Zugrundelegung von Handlungstheorien rationaler Wahl einerseits und Bourdieus Habitus-Konzept andererseits wird danach gefragt, ob, wie und warum Eltern bestimmte Schulen wählen. Zentral sind also folgende Fragen:

  1. Welche Eltern bzw. welche Milieus wählen private bzw. öffentliche Schulen für ihre Kinder und welche wählen nicht?
  2. Welche Privatschultypen werden mit welchen habituellen und soziokulturellen Charakteristika der Eltern resp. des Milieus in eine Passung gebracht?
  3. Wie wird von Seiten der unterschiedlichen Privatschultypen/-träger ihrerseits eine Passung zu den Eltern/Kindern resp. zum gesellschaftlichen Milieu hergestellt und ausgestaltet (‚doppelte Passung‘)?
  4. Sind – vor dem Hintergrund der Konkurrenz und Segregation – derartige Prozesse von Passung auch in öffentlichen Schulen sichtbar, die durch die Expansion privater Schulen befördert werden, und welche Effekte ergeben sich hieraus für das gesamte Schulwesen?
Dabei wird sich das Projekt auf die Einzelschulwahl im privaten und öffentlichen Grundschulbereich in einem exemplarisch ausgewählten deutschen Bundesland (Berlin) konzentrieren. Methodisch werden quantitative und qualitative Verfahren der Befragung sowohl von Eltern als auch von Schulleitungen zur Anwendung kommen.

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TEDS-M 2008

Learning to Teach Mathematics - Teacher Education and Development Study

Durchführende:  Prof. Dr. Sigrid Blömeke (Humboldt-Universität zu Berlin, Federführung), Prof. Dr. Gabriele Kaiser (Universität Hamburg), Prof. Dr. Rainer Lehmann (Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Johannes König (Humboldt-Universität zu Berlin, Projektmanagement), Dr. Martina Döhrmann (Universität Hamburg), Dr. Anja Felbrich, Dr. Ute Suhl, Dipl.-Psych. Christiane Schmotz, Christiane Buchholtz (alle Humboldt-Universität zu Berlin)
Projektdauer:  01.01.2006 - 31.12.2010
Finanzierung:  Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Deutschland nimmt von 2006 bis 2009 als eins von 17 Ländern an der internationalen Vergleichsstudie zur Wirksamkeit der Lehrerausbildung „Learning to Teach Mathematics – Teacher Education and Development Study (TEDS-M)“ teil. Die deutsche Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Sigrid Blömeke (Systematische Didaktik und Unterrichtsforschung), Prof. Dr. Gabriele Kaiser (Didaktik der Mathematik) und Prof. Dr. Rainer Lehmann (Empirische Bildungsforschung und Methodenlehre). Zum Beirat gehören: Prof. Dr. Eckard Klieme (DIPF, Frankfurt/M.), Prof. Dr. Konrad Krainer (Klagenfurt/A), Prof. Dr. Johannes Mayr (Klagenfurt/A), Prof. Dr. Michael Neubrand (Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg), Prof. Dr. Fritz Oser (Fribourg/CH), Prof. Dr. Kristina Reiss (LMU München), Prof. Dr. Wolfgang Schulz (HU Berlin), Prof. Dr. Ewald Terhart (WWU Münster), Prof. Dr. Günter Törner (Universität Dusiburg-Essen).

TEDS-M wurde von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) als Reaktion auf TIMSS beschlossen. Hintergrund des deutschen Interesses an einer international-vergleichenden Untersuchung der Lehrerausbildung ist die kontinuierliche Kritik an ihr, ohne dass Erkenntnisse über ihre Wirksamkeit vorliegen. Die umfassenden Reformdiskurse liefern allerdings Hinweise auf Wirkungsannahmen, die mit TEDS-M am Beispiel der Ausbildung von zukünftigen Mathematiklehrerinnen und -lehrern in den Klassen 4 und 8 überprüft werden sollen. Bündelt man die Diskurse, ergeben sich für die Studie die folgenden Kernfragen:  
TEDS-M
  1. Welchen Einfluss haben systemische, institutionelle und individuelle Bedingungen der Lehrerausbildung auf den Erwerb von professioneller Kompetenz durch zukünftige Mathematiklehrpersonen?
  2. Welche der erfassten Merkmale sind im internationalen Vergleich mit dem Erwerb einer besonders hohen professionellen Kompetenz verbunden?
  3. Welche Merkmale weisen die Ausbildenden der Lehrerbildung beider Phasen im internationalem Vergleich auf?

Weitere Infomationen erhalten sie auf der  TEDS-M Homepage
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MT21

Mathematics Teaching in the 21st Century

 

Durchführende:  Prof. Dr. Sigrid Blömeke, Dr. Anja Felbrich, Dipl.-Psych. Christiane Müller
Projektdauer:  01.04.2004 - 31.12.2010
Finanzierung:  National Science Foundation und Michigan State University

Lehrerbildung war und ist immer wieder starker Kritik ausgesetzt. Sie sei praxisfern, in ihrer ersten Phase beliebig, in ihrer zweiten Phase mehr eine Meisterlehre als eine theoriegeleitete Ausbildung, sie dauere zu lange, sei nicht koordiniert und kenne keine geteilten Standards. Empirisch geprüft wurde ihre Wirksamkeit allerdings nie. Erst eine „externe“ Entwicklung führte dazu, dass die Bereitschaft hierzu momentan wächst: Die Ergebnisse der internationalen Schulleistungsvergleiche legten Defizite offen, die den Blick u.a. auf die Lehrerbildung als deren mögliche Ursache richten. Durch eine empirische Prüfung ihrer Qualität könnte entweder eine Ursache der schulischen Defizite ausgemacht oder die Lehrerbildung als Ursache weitgehend ausgeschlossen werden.

Am Beispiel der Lehrerausbildung für die Sekundarstufe I im Unterrichtsfach Mathematik sollen erstmals Konzepte entwickelt werden, die eine empirische Prüfung der Wirksamkeit von Lehrerbildung ermöglichen. Die empirische Bildungsforschung hat immer wider darauf hingewiesen, dass eine Beachtung der Wechselwirkung zwischen Lehr-Lernprozess und Lernergebnissen sowie zwischen Lernvoraussetzungen und Lehr-Lernprozess für valide Ergebnisse zentral ist. Dem daraus entwickelten Standard, die drei Elemente Voraussetzungen zu Beginn der Lehrerbildung, Prozess in erster und zweiter Phase der Lehrerausbildung sowie Produkt in Form von Wirkungen zu erfassen, wird in dieser Studie gefolgt. Im Hinblick auf die Untersuchung der Lehrerausbildung würde man aber nur einen Bruchteil der Realität abbilden, wenn mit Hilfe von Leistungsmessungen nur die individuelle Ebene der zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer in den Blick genommen würde. Historische Entwicklungen, kulturelle Traditionen und fachliche Inhalte in den Institutionen der Lehrerbildung blieben außen vor. Der Studie liegt ein mehrebenen-analytisches Modell der Lehrerausbildung zugrunde, in dem die unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen, die an der Gestaltung der Lehrerbildung beteiligt sind, in den Blick genommen und erfassbar gemacht werden. In dieser Studie stehen institutionelle und systemische Einflüsse im Vordergrund.

MT21 wird in Deutschland, Bulgarien, Mexiko, Südkorea, Taiwan und den USA durchgeführt. Ein erster Band mit deutschen Ergebnissen ist erschienen (Blömeke, Kaiser & Lehmann, 2008). Ein zweiter Band mit internationalen Ergebnissen erscheint in Kürze (Schmidt, Blömeke & Tatto, 2010).

Die  Zusammenfassung der internationalen Ergebnisse von MT21 (Englisch)
Die Zusammenfassung der wichtigsten deutschen Ergebnisse von MT21 (Englisch)

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TEDS-LT

Teacher Education and Development Study: Learning to Teach

Durchführende: Prof. Dr. Sigrid Blömeke (Humboldt-Universität zu Berlin, Projektleitung), Prof. Dr. Albert Bremerich-Voss (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Gabriele Kaiser (Universität Hamburg), Prof. Dr. Rainer Lehmann (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Günther Nold (Technische Universität Dortmund), Prof. Dr. Knut Schwippert (Universität Hamburg), Prof. Dr. Heiner Willenberg (Universität Hamburg), Prof. Jörg Doll (Universität Hamburg), Dr. Johannes König (Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Christiane Buchholtz (Humboldt-Universität zu Berlin), Bianca Roters (Technische Universität Dortmund), Nils Buchholtz (Universität Hamburg), Jutta Dämmer (Universität Duisburg-Essen).
  Assoziiert mit dem Projektkonsortium gehören der Fachgruppe Englisch an: Prof. Dr. Jan Hollm, Prof. Dr. Jörg-U. Keßler und Dr. Helga Haudeck (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg).
Ansprechpartnerin: Christiane Buchholtz, Humboldt-Universität zu Berlin, Email christiane.buchholtz@staff.hu-berlin.de, Tel. 030/2093-1938, Fax: 030/2093-1946
Projektdauer: 01.10.2008 - 31.10.2012
Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

TEDS-LT zielt darauf, die Entwicklung professioneller Kompetenzen angehender Sekundarstufen-I-Lehrkräfte der Unterrichtsfächer Deutsch, Englisch und Mathematik in der neuen Bachelor- und Masterstruktur sowie – falls noch vorhanden – in der bisherigen grundständigen Lehrerausbildung zu diagnostizieren. Darüber hinaus wird ein international angesehenes interdisziplinäres Zentrum zur Kompetenzdiagnostik in der Lehrerausbildung aufgebaut. TEDS-LT stellt eine nationale Erweiterung zur derzeit mit Mitteln der DFG an 130 Seminarstandorten mit 2.000 Referendar/innen durchgeführten IEA-Studie „Teacher Education and Development: Learning to Teach Mathematics (TEDS-M)“ dar (BL 548/3-1).

TEDS-LT lehnt sich an die Kompetenzdefinition von Weinert (1999) an. Die KMK hat mit den Standards für die Lehrerausbildung (2004) für die Bildungswissenschaften einen Rahmen gesetzt, der erstmals eine empirische Prüfung der Leistungsfähigkeit der Lehrerausbildung im Hinblick auf staatlich festgesetzte Kompetenzen ermöglicht. Für die Unterrichtsfächer Deutsch, Englisch und Mathematik liegen zudem Entwürfe fachbezogener Standards vor, an denen sich die Testentwicklung orientieren kann. Vom Wintersemester 2009/2010 an werden Gruppen an Lehramtsstudierenden verschiedener Universitäten vom Ende der Bachelor-Ausbildung bis zum Ende des Masters (bzw. ihren Äquivalenten in grundständigen Studiengängen) und in das Referendariat begleitet und jährlich auf ihr fachliches, fachdidaktisches und pädagogisches Wissen hin getestet sowie zu ihren Lerngelegenheiten in der Lehrerausbildung befragt. Die Zielgruppe besteht aus Studierenden in ihrem dritten Studienjahr.

Mit Mathematiklehrkräften nimmt TEDS-LT eine Personengruppe in den Blick, der für die Vorbereitung der nachwachsenden Generationen auf die Informationsgesellschaft eine zentrale Rolle zukommt. Über mathematische Kompetenz zu verfügen, ist eine zentrale Voraussetzung, alltägliche und berufliche Anforderungen bewältigen zu können. Mit Deutsch und Englisch werden zwei schulische Kernfächer in den Blick genommen, die für den Erwerb sprachlicher Kompetenzen von herausragender Bedeutung sind. Englisch stellt das zentrale Mittel für die internationale Kommunikation dar, Deutsch ist unersetzbare Verkehrssprache.

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TEDS-Telekom:

Effektivität innovativer Projekte der Mathematiklehrerausbildung im Kernfach Mathematik

Durchführende:    Prof. Dr. Sigrid Blömeke (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Gabriele Kaiser (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Hans-Dieter Rinkens (Universität Paderborn), Nils Buchholtz, Dr. Björn Schwarz (beide Universität Hamburg), Dr. Ute Suhl (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Johannes König (Universität zu Köln)
Ansprechpartner:   Nils Buchholtz (Universität Hamburg)
Projektdauer:    1.1.2008-31.12.2012
Finanzierung:     TELECOM Logo
Zentrales Ziel der von der Deutschen Telekom Stiftung (DTS) geförderten Studie TEDS-Telekom ist die Evaluation der Effektivität des von der DTS geförderten Projekts „Mathematik Neu Denken“ zur Verbesserung der Lehrerbildung an den Universitäten Siegen und Gießen (ab WS 2009/2010 auch Duisburg-Essen, ab WS 2011/2012 auch FU Berlin). Im Mittelpunkt dieses innovativen Projekts stehen die gleich zu Studienbeginn angelegte Integration von Hochschulmathematik und Schulmathematik von einem höheren Standpunkt aus, worunter ein vertieftes inhaltliches Verständnis zentraler schulmathematischer Konzepte gefasst wird, sowie die frühe Integration fachdidaktischer Aspekte in die Lehrerausbildung. Der Ansatz steht in der Tradition von Felix Klein, der die Notwendigkeit der vertieften Einsicht in die Elementarmathematik von einem höheren Standpunkt aus betonte. Der Ansatz wird im Rahmen der Evaluation aus einem externen Blickwinkel auf die erzielten Effekte im Bereich der mathematischen, mathematikdidaktischen und erziehungswissenschaftlichen Kompetenzentwicklung der Studierenden und der Entwicklung der zugehörigen Überzeugungen (beliefs) hin untersucht. Wir greifen dabei zum einen auf einen Vergleich mit Kontrollgruppen an anderen deutschen Universitäten und zum anderen auf Ansätze der IEA-Studie TEDS-M 2008 (vgl. Blömeke, Kaiser & Lehmann, 2010) zur Wirksamkeit der Lehrerausbildung zurück, um spezifische Aussagen über das Innovationspotential der von der DTS geförderten Projekte im Hinblick auf Stärken und Schwächen der deutschen Lehrerausbildung im internationalen Vergleich zu treffen. Die Evaluationsstudie konzentriert sich im Bereich Mathematik und Mathematikdidaktik auf die in den ersten Semestern der Mathematiklehrerausbildung für Gymnasien zentralen Wissensdomänen bzw. die zugehörigen Überzeugungen (beliefs):
  • Universitäres mathematisches Wissen im Bereich Analysis, Lineare Algebra und Analytische Geometrie unter besonderer Berücksichtigung des Ansatzes von Felix Klein;
  • Mathematikdidaktisches Wissen im Bereich Didaktik der Oberstufe;
  • Elementarmathematik vom höheren Standpunkt als Verzahnung dieser beiden Wissensdomänen im Kleinschen Sinne;
  • Berücksichtigung der Überzeugungen (beliefs) zur Mathematik als Wissenschaft und zum Lehren und Lernen von Mathematik.
Des Weiteren wird erziehungswissenschaftliches Wissen als zentraler Baustein für die Ausbildung von Lehrerprofessionswissen erhoben, fokussiert auf handlungsrelevante Aspekte wie Motivation, Klassenführung, Leistungsbeurteilung, Unterrichtsplanung und Umgang mit Heterogenität.

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Hands Across the Campus


Projektleitung:  Dr. Thomas Koinzer
Träger:  American Jewish Committee, Bundeszentrale für politische Bildung, LISUM Berlin-Brandenburg
Laufzeit:  03/2006 - 12/2007

Evaluation der Implementierung des Demokratielernprogramms des American Jewish Committee in Berlin Forschungsbericht: Demokratieverständnis und zivilgesellschaftliche Handlungsbereitschaften von Schülerinnen und Schülern in Berlin. ‘Hands Across The Campus’ – Forschungsbericht und Gutachten. Berlin: Humboldt-Universität zu Berlin 2007.

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Bridging Cultural Differences:

An international comparison of excellent teacher-education programmes in Germany, Scandinavia and the US

Durchführende:  Prof. Dr. Sigrid Blömeke
Projektdauer:  2006-2007

The aim of this project is to be able to compare teacher education across countries in detail (i.e. beyond structural characteristics). This kind of research is seen as an important basis for large-scale assessments afterwards. Starting point is the hypothesis that Germany and the US represent two extreme forms of teacher education whereas Scandinavia bridges the educational traditions of English-speaking countries and Germany.

  1. Study Design

    In each country teacher-education institutions are inquired which are selected on the basis of excellence (according to formal rankings if these exist or to criteria like awards, amount of funding, recommendations of teacher-education experts). This is in the US: Michigan State University, University of Berkeley and University of Stanford. This is in Scandinavia: University of Oslo (Norway), University of Volda (Norway) and University of Umeå (Sweden). This is in Germany: Humboldt-University of Berlin and University of Paderborn.

    At each university interviews are carried out with teacher educators and programme managers as well as classes are observed and syllabi are analyzed. Primary teacher education is inquired as well as secondary teacher education. Since teacher education is very much domain specific, the subject-matter related parts of the study focus on mathematics.

  2. Research Questions

    1. Principles of teacher education

      What is the mission/ the main goal of the teacher-education programs? What is emphasized and how is success measured?

      How is teacher education institutionally anchored and what are the reasons for the solutions? What are specific benefits and problems? How is teacher education valued in universities/ countries?

      Who teaches what to whom? How are the content dimensions institutionally/ personally linked to each other? What kind of accountability mechanisms exist? What happens in reality?

      Does teacher supply and demand affect the teacher-education programs? What kind of background does a typical teacher-education student bring into teacher education?

    2. Faculty in teacher education

      How do faculty identify themselves? What are typical routes into a position in teacher education? What are the most important criteria for tenure or calls?

      What are important tasks of faculty in teacher education? What kind of credit do they get for the single tasks?

      What do they want teacher-education students to learn? How do they value teacher education? If they had the power to make changes in teacher education: What would they do?

    3. Social status of teacher education

      How is education valued in the society? Which social status do teachers have? Which political differences do exist regarding educational issues?

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Developing Subject Matter Knowledge in Mathematics Middle School Teachers

Cross-National Study of Teacher Education


Durchführende:  Prof. Dr. Sigrid Blömeke und Dr. Anja Felbrich
Projektdauer:  01.11.2004 - 30.10.2007
Finanzierung:  Alexander-von-Humboldt-Stiftung und Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des TransCoop-Programms

Die Lehrerausbildung ist in vielen Ländern hinsichtlich ihrer Gestaltung und Leistungsfähigkeit Kritik ausgesetzt. Eine einfache Übertragung der vorhandenen Modelle und Methoden empirischer Bildungsforschung auf die Erfassung von „Wirkungen“ der Lehrerausbildung ist allerdings theoretisch und methodologisch problematisch. Zum einen besteht die Herausforderung zu klären, welche Variablen als relevant angesehen werden können, da „Institutionen und Personen, Faktoren und Prozesse, Ziele, Erwartungen und Interessen, Realbedingungen und Beteiligungsvoraussetzungen bei Bildungsprozessen fast unauflösbare Ursache-, Bedingungs- und Wirkzusammenhänge bilden“ (Herrmann, 2003). Zum anderen gibt die internationale empirische Forschung zur Lehrerausbildung keine einheitliche Methodologie vor. Für die Bundesrepublik Deutschland lässt sich sogar ein generelles Defizit empirischer Forschung auf diesem Gebiet konstatieren.
Ziel des Projekts ist es vor diesem Hintergrund, beispielhaft für die Ausbildung von Lehrern der Sekundarstufe I im Fach Mathematik ein international tragfähiges mehrebenenanalytisches Modell zur Wirksamkeit von Lehrerausbildung zu konzeptionalisieren, darauf aufbauend theoriegeleitet Erhebungsinstrumente zur Erfassung von Strukturen, Inhalten sowie Wirkungen der Lehrerausbildung zu entwickeln und für acht Länder belastbare Ergebnisse zu gewinnen.
Eine erste Herausforderung der Studie stellen dabei die Verzahnung von Erziehungswissenschaften, Fachdidaktik und Fachwissenschaft sowie die Verzahnung von theoretischer und praktischer Lehrerausbildung dar. Eine zweite Herausforderung ist das Ziel, Erhebungsinstrumente zu entwickeln, die auch im internationalen Kontext Ausbildung und Wissen von Lehrkräften valide erfassen und somit Lehrerausbildungssysteme vergleichbar machen. Die entwickelten Instrumente werden daher im Rahmen von Fallstudien in acht Ländern (Bulgarien, Deutschland, England, Italien, Mexiko, Südkorea, Taiwan und USA) erprobt. Die Ergebnisse werden verglichen und international veröffentlicht.

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Wissenschaftliche Begleitforschung zum Modellvorhaben "1000mal1000: Notebooks im Schulranzen" in Niedersachsen

Cross-National Study of Teacher Education


Durchführende:  Dr. Heike Schaumburg, Dipl.-Psych. Doreen Prasse, Dipl. Psych. Karin Tschackert
Projektdauer:  01.1.2005 - 1.1.2007
Finanzierung:  BMBF (Auftraggeber: Schulen ans Netz)

Vor mittlerweile zehn Jahren starteten die ersten Modellversuche mit mobilen Computern in der Schule, zunächst in Australien, den Vereinigten Staaten und Großbritannien. In zahlreichen Studien hierzu zeigten sich Veränderungen der Unterrichtskultur hin zu mehr Teamarbeit, komplexen und authentischen Aufgabenstellungen und größerer Schülerorientierung. Teilweise wurden auch Verbesserungen in unterschiedlichen Kompetenzbereichen festgestellt (Computerkompetenz, Selbstlernkompetenz, fachliche Kompetenzen). Dabei wurde der Zusammenhang mit den oben beschriebenen Unterrichtsveränderungen jedoch meist nicht systematisch untersucht.
Auch in der Bundesrepublik wird der Einsatz von Laptops im Unterricht seit Mitte der 1990er Jahre erprobt. Angesichts des enttäuschenden Abschneidens deutscher Schüler in der PISA-Studie, die u. a. auf die kleinschrittige, lehrergelenkte Unterrichtsgestaltung in deutschen Klassenräumen zurückgeführt wird, ist der Einsatz von Laptops interessant. Möglicherweise können Laptops zur Veränderung der Unterrichtskultur und damit der Lernleistungen der Schüler an deutschen Schulen beitragen. In der Bundesrepublik existieren bisher nur wenige Evaluationen von Laptop-Projekten. Bei den vorliegenden Studien handelt es sich vorwiegend um Fallstudien an einzelnen Schulen, meistens an Gymnasien. Bislang gibt es in Deutschland keine schulform-vergleichenden Studien, die systematisch die Rahmenbedingungen des Laptop-Einsatzes beleuchten und damit dringend benötigte Hinweise geben würden, welchen Gewinn der Einsatz von Laptops im deutschen Schulsystem bringt.
Im Rahmen der Evaluation des Projekts "1000mal1000: Notebooks im Schulranzen" wird deshalb erstmalig eine umfassende Wirksamkeitsstudie zum Einsatz von Notebooks im Unterricht und zur Bedeutung von Rahmenbedingungen auf der Schul- und Schulsystemebene durchgeführt. Erfolgreiche Lösungsansätze beim Einsatz mobiler Computer in der Schule werden identifiziert, technische oder organisatorische Hemmnisse herausgearbeitet.
An der Studie beteiligen sich 13 allgemein bildende Schulen. Die Untersuchung gliedert sich in drei miteinander verknüpfte Teilstudien zu Lernkompetenz, Unterrichtskultur und schulorganisatorischen Rahmenbedingungen. Im Verlauf der zweijährigen Studie werden Unterrichtsveränderungen und Leistungsentwicklung in 23 Laptopklassen und 14 Klassen, die auf herkömmliche Art und Weise unterrichtet werden im Längsschnitt untersucht. Weitere 54 Klassen werden in die querschnittliche Untersuchung der Veränderung der Unterrichtskultur einbezogen. Zur Erfassung der Lernkompetenz kommen neben standardisierten Tests der Kompetenzbereiche Mathematik und Lesen, Fragebögen zur Selbstlern- und Computerkompetenz der Schüler zum Einsatz. Veränderungen der Unterrichtskultur werden durch Unterrichtsbeobachtungen sowie mündliche und schriftliche Befragungen bei Lehrern und Schülern erfasst. Interviews und schriftliche Befragungen bei Lehrern und Schülern sowie Schulleitung, Medienkoordinatoren und Schulträgern sollen Auskunft über die schulorganisatorischen Rahmenbedingungen geben.

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CaMoT

Case Method of Technology for Practical use of Training Teachers


Durchführende:  Prof. Dr. Sigrid Blömeke, Dr. Heike Schaumburg, Dipl.-Psych. Maren Kirste
Projektdauer:  01.10.2005 - 30.09.2007
Finanzierung:  Europäische Union im Rahmen des Sokrates-Programms

CaMoT is oriented towards the initial and in-service training of primary and secondary teachers about the use of information and communication technologies (ICT) in education. CaMoT will produce 10 cases of ICT use. 5 of them will be based on formal educational settings, and 5 of non-formal use of ICT (such as Libraries, youth clubs, cyber-cafes). Each case will be structured around a dilemma. All cases will be translated into the 4 languages of the Consortium.

The case method provides an important opportunity to stimulate the reflective thinking of teachers by means of practical examples of the use of educational technologies (Shulman 1992, Merseth 1996, Orland-Barak 2002, Kinzie et alli 2004). CaMoT intends to develop a tool for teacher education: the cases, i.e. complex educational tools which are submitted in the form of narrative practices of real stories. The case idea implies a shift in emphasis from theory to practice and a shift in genre from exposition to narrative. This is the reason why case teaching is focused on particular situations rather than on general principles, findings, and rules, but also, the students encounter with those situations is vicarious rather than direct. The cases will serve as precedents to provide occasions to practice analysis, interpretation and problem solving, and they will be used as prototypes to develop essential knowledge about teaching events, teaching with ICT.

Countries participating are England, Spain, Germany, Austria, Poland and Lithuania.

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Entwicklung und Implementation schulinterner Curricula im Fach Deutsch


Durchführende:  Prof. Dr. Michael Kämper-van den Boogaart, Almuth Meissner (Humboldt-Universität zu Berlin/ Fachdidaktik Deutsch), Prof. Dr. Sigrid Blömeke, Dipl.-Psych. Karin Tschackert (Systematische Didaktik und Unterrichtsforschung)

Die Studie geht dem konkreten konzeptionellen Vorgehen von Schulen bei der Entwicklung schulinterner Curricula nach. Ziel ist es, die verschiedenen Herangehensweisen der Beteiligten zu erfassen und zu untersuchen, welche Strukturen und Prozesse die Entwicklung und Umsetzung schulinterner Lehrpläne für das Fach Deutsch in der Sekundarstufe II an Berliner Schulen befördern. Dabei werden folgende Fragen gestellt: Wie sehen die entwickelten schulinternen Curricula aus? Wie gestaltet sich der Prozess der Entwicklung und Implementation dieser Curricula an den Schulen? Welche Probleme treten dabei auf? Die in der Studie gewonnenen Erkenntnisse sollen Aufschluss darüber geben, welche Faktoren sich bei der Entwicklung schulinterner Curricula förderlich auswirken und ob es – im Sinne eines Best-practice-Modells – Korrelationen zwischen der Qualität des Prozesses und der Güte des Produktes gibt.

Basis für die Erarbeitung schulinterner Curricula ist das seit dem 01.08.05 geltende Berliner Schulgesetz, das in § 8 alle Schulen dazu verpflichtet, ein Schulprogramm zu entwickeln, in dem der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule sowie die Grundsätze seiner Verwirklichung dargelegt werden. Während das Schulgesetz nicht ganz deutlich werden lässt, wie Schulprogramm und schulinterne Curricula in Beziehung stehen und welche präzisen Erwartungen seitens der Schulaufsicht an schulinterne Curricula bestehen, bieten die neuen Rahmenrichtlinien klarere, aber dennoch nicht ausreichende Informationen. Darüber hinaus ergeben sich zusätzliche Probleme für die Planungen durch die gleichzeitige Einführung des Zentralabiturs: Neben der Interpretation und konkretisierenden Umsetzung der neuen Rahmenrichtlinien müssen in der gymnasialen Oberstufe auch die Hinweise zu zentralen Prüfungen beachtet werden. Wie unter diesen Umständen schulinterne Curricula am besten entwickelt werden und welche Punkte in ihnen enthalten sein sollten, gilt es anhand praktischer Erfahrungen der Schulen bezüglich der Prozesse als auch der Produkte auszuwerten.

Für einen ersten Überblick wird eine Untersuchung an zwei Berliner Oberschulen durchgeführt. Bei der Zusammensetzung der Stichprobe wurde dem Schulstandort und dem Einzugsbereich Rechnung getragen. Auf diese Weise wird ermöglicht, zwei Schulen miteinander zu vergleichen, die hinsichtlich der Erziehung und des Unterrichts von verschiedenen Voraussetzungen ausgehen. Es ist zu vermuten, dass sich diese Unterschiede in den schulinternen Curricula widerspiegeln, was uns einen Einblick in die mögliche Bandbreite der Produkte gewährt.

Mit Vertretern aller beteiligten Personengruppen (Schulleitung, Fachbereich Deutsch, SchülerInnen und Eltern) sowie Vertretern der Senatsverwaltung werden Interviews geführt. Die Gespräche werden aufgezeichnet und nach einem Kodierschema ausgewertet. In einem zweiten Schritt werden die erarbeiteten Fassungen schulinterner Curricula für das Fach Deutsch auf ihre Qualität untersucht.

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H-A-M-L-E-T

Handlungsmuster von Lehrerinnen und Lehrer beim Einsatz neuer Medien im Unterricht der Fächer Deutsch, Mathematik und Informatik


Durchführende:  Prof. Dr. Sigrid Blömeke, Dipl.-Psych. Christiane Müller und Dipl.-Psych. Dana Eichler
Projektdauer:  01.01.2002 - 31.12.2005
Finanzierung:  (2002-2005, DFG)

DFG-Projekt im Rahmen der Schwerpunktprogramms „Die Bildungsqualitität von Schule: fachliches und fächerübergreifendes Lernen im mathemtisch-naturwissenschaftlichen Unterricht in Abhängigkeit von schulischen und außerschulischen Kontexten“

Ziel des Projekts ist es in einem ersten Schritt, Handlungsmuster von Lehrpersonen beim Einsatz von neuen Medien im Unterricht der Fächer Deutsch, Mathematik und Informatik der Sekundarstufe II zu identifizieren. Zu diesem Zweck werden Videoaufnahmen von 30 Unterrichtsstunden im Hinblick auf zugrunde liegende ’Unterrichtsscripts’ (i.e. didaktische Routinen) analysiert und professionelles Wissen und beliefs der Lehrerinnen und Lehrer zum Lehren und Lernen mit neuen Medien mit hilfe von Leitfaden gestützen Interviews erhoben.

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MekoLLi

Medienpädagogische Kompetenz für Lehramtsstudierende und LehrerInnen


Durchführende:  Prof. Dr. Stefan Aufenanger (Universität Hamburg) in Kooperation mit Prof. Dr. Sigrid Blömeke (Humboldt-Universität zu Berlin), dem Staatlichen Studienseminar und dem Institut für Lehrerbildung in Hamburg
Projektdauer:  01.01.2003 - 31.12.2004
Finanzierung:  Multimedia Kontor Hamburg / Behörde für Wissenschaft in Hamburg

Zusammenfassung:
Ziel des Projekts ist es, für ein Verbundsystem zum Thema „Lehren und Lernen mit neuen Medien“, in dem die für die Lehreraus- und -fortbildung zentralen Institutionen miteinander kooperieren, ein webbasiertes Lernangebot auf hypermedialer Basis zu erarbeiten. Im Zentrum stehen die Vermittlung medienpädagogischer Kompetenzen sowie die Medienkompetenz für Lehramtsstudierende, Referendare und Lehrpersonen der Praxis. Für die damit verbundenen Themenkomplexe (z.B. Gestaltung von Lernumgebungen, Schulentwicklungskompetenz, lerntheoretische Ansätze des Lernens mit neuen Medien) sollen hypermediale Selbstlernmaterialien entwickelt werden, die für die erwähnten Personen eine selbstgesteuerte Aus- und Fortbildungsmöglichkeit bieten, die durch Präsenzphasen unterstützt wird. Die hypermedialen Selbstlernmaterialien informieren über die notwendigen Grundlagen des Lehrens und Lernens mit neuen Medien in der Schule und sollen ergänzend zu dem bereits vorliegenden Lehrangebot gesehen werden. Durch die Kooperation von Universität, Studienseminar und Institut für Lehrerfortbildung wird ein nachhaltiges Verbundsystem geschaffen, in dem die für den optimalen Einsatz neuer Medien im schulischen Unterricht notwendigen medienpädagogischen und Medienkompetenzen vermittelt werden. Die zu entwickelnden fünf Modulen werden über einen Zeitraum von drei Semestern entwickelt und dabei sukzessive in allen beteiligten Institutionen zur Aus- und Weiterbildung eingesetzt. Eine begleitende Evaluation soll eine bestmögliche Adaption an die Zielgruppe sicherstellen.


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Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin

Institut für Erziehungswissenschaften
Abt. Systematische Didaktik und Unterrichtsforschung