Qualifikationsarbeiten
Richtlinien zum Vorgehen bei der Erstellung von Masterarbeiten und aktuelle Ausschreibungen
Ausgeschriebene Abschlussarbeit: Kann Virtual Reality Stereotype verändern?
Virtual-Reality-Anwendungen ermöglichen es, soziale Situationen aus einer fremden Perspektive zu erleben. Damit verbindet sich die Erwartung, dass immersive Erfahrungen bestehende Stereotype nicht allein kognitiv infrage stellen, sondern auf einer erlebten Ebene bearbeitbar machen. Empirisch ist bislang jedoch wenig geklärt, unter welchen Gestaltungsbedingungen und in welcher Reichweite solche Effekte tatsächlich eintreten. Hier setzt das Projekt an: Es vergleicht zwei unterschiedlich angelegte VR-Umgebungen – beide machen Diskriminierungserfahrungen aus der Innenperspektive einer betroffenen Person erfahrbar – und untersucht mit einem etablierten impliziten Messverfahren, inwiefern sie auf Stereotype einwirken.
Die Studie ist mit mehreren Messzeitpunkten angelegt: einer kurzen Onlinebefragung im Vorfeld, einer etwa einstündigen Sitzung in Präsenz und einer Nachbefragung mit zeitlichem Abstand. Vorgesehen ist eine Stichprobe im Umfang von rund sechzig Personen. Im Zuge der Masterarbeit werden dabei Daten erhoben und ausgewertet um einen empirischen Beitrag zur Beantwortung der Fragestellung zu leisten. Dabei kann auf erprobte Erhebungsinstrumente und technische Infrastruktur zurückgegriffen werden. Es stehen darüber hinaus Ressourcen für die Versuchspersonenrekrutierung zur Verfügung.
Vorgesehen ist ein Beginn zum 1. Oktober 2026, die Erhebung findet im November und Dezember 2026 statt, die Abgabe ist für Anfang bis Mitte Februar 2027 geplant. Mitbringen sollten Sie Interesse an quantitativ-experimenteller Forschung, Sorgfalt und Verlässlichkeit in der Organisation von Terminen sowie die Bereitschaft, über einige Wochen regelmäßig vor Ort zu sein. Vorkenntnisse in Virtual Reality sind nicht erforderlich.
Bei Interesse schreiben Sie bitte eine Mail an Christin Laschke (christin.laschke@hu-berlin.de) oder Felix Kapp (felix.kapp@hu-berlin.de).
Voraussetzungen und Richtlinien zum Vorgehen bei Abschlussarbeiten
- Sie studieren Erziehungswissenschaften, Erwachsenenbildung/Lebenslanges Lernen oder in einem Lehramtsstudiengang.
- Sie interessieren sich für ein Thema, das einen klaren Bezug zu den Forschungsschwerpunkten unserer Arbeitsgruppe aufweist:
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- Schwerpunkte von Prof. Dr. Thomas Koinzer:
- Datenbasierte Schul- und Unterrichtsentwicklung
- Schulwahl
- Eltern und Schule (Erziehungspartnerschaft, Mitwirkung)
- Private Schulen
- Schwerpunkte von Prof. Dr. Thomas Koinzer:
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- Schwerpunkte von Dr. Felix Kapp:
- Quantitative Forschungsmethoden
- Analyse von Lernprozess- und Produktdaten in digitalen Lernumgebungen
- Aufgabenkonstruktion
- Lehren und Lernen mit und in digitalen Lernumgebungen
- Serious Games und Virtual Reality Environments
- Evaluationsforschung und Erkenntnistransfer
- Schwerpunkte von Dr. Felix Kapp:
- Wir erwarten eine quantitativ-empirisch ausgerichtete Qualifikationsarbeit.*
- Sie erarbeiten eigenständig einen Themenvorschlag auf Basis einer Literaturrecherche oder interessieren sich für ein aktuell an unserem Arbeitsbereich ausgeschriebenes Thema (siehe unten)
- Sie besitzen mindestens grundlegende Kenntnisse in quantitativen empirischen Forschungsmethoden und Vorkenntnisse in einem Statistikprogramm (z.B. SPSS, R, Stata) bzw. sind bereit, sich selbstständig einzuarbeiten.*
Lernziele
Mit dem Verfassen einer Qualifikationsarbeit sollen Sie zeigen, dass Sie
- einschlägige Literatur recherchieren können,
- sich selbstständig Fachwissen aneignen können,
- eine wissenschaftliche Fragestellung erarbeiten, formulieren und strukturiert beantworten können,
- eine Textstruktur selbstständig gestalten können,
- quantitativ-empirische Analysen konzipieren und durchführen können*,
- empirische Befunde darstellen, interpretieren und einordnen können und
- mit guter wissenschaftlicher Praxis vertraut sind (hierzu gehört auch das korrekte Zitieren).
Betreuung
- Studierende, deren Qualifikationsarbeiten an unserem Arbeitsbereich betreut werden, bekommen Rückmeldung zu ihrem Exposé und haben Anspruch auf einen weiteren Beratungstermin. In Absprache mit der betreuenden Person kann auch mehr als ein Termin vereinbart werden. Der Zeitpunkt eines Beratungstermins wird an den Bedürfnissen der Studierenden ausgerichtet. Bitte initiieren Sie Beratungstermine selbstständig per E-Mail (Laschke, Koinzer, Kapp).
- Bereiten Sie sich sorgfältig auf die Beratungstermine vor, notieren Sie Ihre zu klärenden Fragen und schicken Sie diese vorab an die betreuende Person, damit diese sich bestmöglich auf den Termin vorbereiten kann. Abgesprochen werden sollten
- Zeitplan
- Gliederung der Arbeit
- Design der Studie/mögliche Datenquellen
- Auswertungsstrategie
- auftretende Schwierigkeiten.
- Im Anschluss an die Beratungstermine erstellen Sie bitte ein Kurzprotokoll, in dem die wesentlichen Besprechungsergebnisse und die nächsten Arbeitsschritte festgehalten werden. Schicken Sie dieses Kurzprotokoll der Betreuungsperson zu.
- Bitte halten Sie sich bei Bearbeitung und Abgabe der Arbeit an den vereinbarten Zeitplan. Voraussichtliche Abweichungen sollten mit der betreuenden Person frühzeitig abgesprochen werden.
Bewertung
Die Bewertung Ihrer Arbeit richtet sich nach den Kriterien zur Bewertung von Qualifikationsarbeiten.
Vorgehen
- Kontaktaufnahme
- Wenn Sie an einer Masterarbeit bei uns interessiert sind, melden Sie sich per E-Mail bei uns (Lascke: E-Mail bitte an christin.laschke@hu-berlin.de; Koinzer: E-Mail bitte an thomas.koinzer@hu-berlin.de; Kapp: E-Mail bitte an felix.kapp@hu-berlin.de)
- Erstgespräch
- Wenn die Anforderungen für Abschlussarbeiten an unserem Arbeitsbereich gemäß den Angaben im Formular erfüllt sind und wir ausreichend Kapazitäten haben, laden wir Sie zu einem Erstgespräch ein, in dem wir gemeinsam mit Ihnen die Machbarkeit des Vorhabens und die Passung zu unserem Arbeitsbereich prüfen.
- Exposé
- In Anlehnung an die „Empfehlungen zur Bearbeitung und Betreuung von Abschlussarbeiten am Institut für Erziehungswissenschaften“ (Stand: 24.1.2018) (https://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/de/studium/abschlussarbeiten/empfehlung-betreuung-abschlussarbeiten-ewi-1.pdf/view) werden wir Sie nach dem Erstgespräch bitten ein Exposé zu erstellen, in dem Sie das Vorhaben Ihrer Arbeit skizzieren.
- Im Exposé sollte Ihr Themenvorschlag bzw. Ihre Fragestellung theoretisch hergeleitet und klar formuliert werden.
- Aus dem Exposé sollte zudem ersichtlich werden, wie Sie methodisch bei der Bearbeitung der Fragestellung vorgehen wollen.
- Zudem sollte das Exposé eine Gliederung der Arbeit, einen Zeitplan und eine Übersicht über die bisher verwendete sowie noch zu verwendende Literatur enthalten.
- Das Exposé sollte max. zwei Seiten zzgl. Gliederung, Zeitplan und Literaturübersicht umfassen und anschließend mit der Betreuungsperson abgesprochen werden.
- Finale Betreuungsentscheidung nach Exposé
- Auf Basis Ihres Exposés entscheiden wir, ob wir Ihre Abschussarbeit betreuen können.
*Prof. Dr. Thomas Koinzer betreut auch Arbeiten, die qualitativ-empirisch ausgerichtet sind. Kandidaten und Kandidatinnen haben Kenntnisse in der Durchführung und Auswertung von Interviews (Inhaltsanalyse) bzw. sind bereit, sich selbständig einzuarbeiten.