Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Erziehungswissenschaften

DFG-Projekt AIDA

AIDA (Adaptation in der Adoleszenz)

Schulische Adaptation im Kindes und Jugendalter: Stabilität und Veränderung schulleistungsbezogner Persönlichkeitsmerkmale von der Kindheit bis zur Adoleszenz - Längsschnittstudie mit Schülerinnen und Schülern aus Ost- und Westberlin von der 2. bis zur 10. Klasse

Es handelt sich um die Fortsetzung der Längsschnittstudie der Projekte:

- NOVARA (2. bis 4. Klasse)

- SABA (4. - 6. Klasse))

- SABA Plus (7. Klasse)

Alle Projekte wurden von der DFG gefördert und geleitet von Prof. Dr. Renate Valtin, Institut für Schulpädagogik und Pädagogische Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin.

Bei der Studie handelt es sich um längsschnittliche Analysen von Entwicklungsprozessen im Bereich von schulleistungsbezogenen Selbstkonzepten und Lernmotivationen von Kindern und Jugendlichen. Damit soll erstmals in Deutschland von der 2. Grundschulklasse bis zum Abschluss der Sekundarstufe I die leistungsbezogene Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Sozialisationskontexten (Ost- und Westberlin), die unterschiedliche schulische Entwicklungswege (Gymnasium, Gesamt-, Real- und Hauptschule) einschlagen, untersucht werden.

Auf dem Hintergrund eines handlungstheoretisch-konstruktiven Modells der Entwicklung untersucht das Projekt die Bewältigung von zwei Entwicklungsaufgaben: Umgang mit schulischen Anforderungen (Schulleistung, Schulfreude), Berufswahl und Geschlechtsrollenorientierung. Im Mittelpunkt der Analyse stehen verschiedene leistungsbezogene Persönlichkeitsvariablen (Fähigkeitsselbstkonzepte, Selbstwert, Attribuierungsmuster, Lernfreude, Lernmotivation, Leistungsangst, Coping-Strategien, somatische Belastung etc.)

Dabei sollen einerseits Stabilität und Veränderung dieser Persönlichkeitsvariablen und andererseits ihre Beziehungen zu Schulleistungen im Zeitverlauf geprüft werden, wobei der Einfluss von Kontextbedingungen (wie unterschiedliche Schularten, Klassenklima, Lehrer-Schüler-Beziehung) bestimmt werden soll. Mittels Pfadanalysen werden strukturelle Beziehungen innerhalb der leistungsbezogenen Selbst-Konzepte/ Einstellungen sowie zu den Schulleistungen und Kontextbedingungen geprüft werden.

Ferner geht es darum, die zu früheren Untersuchungszeitpunkten und in anderen Studien gefundenen Unterschiede in der Bewertungspraxis, den Schulleistungen und den schulleistungsbezogenen Persönlichkeitsmerkmalen zwischen West- und Ost-Berliner Schülerinnen und Schülern, Mädchen und Jungen sowie Unterschiede zwischen Gymnasiasten, Gesamt-, Real- und Hauptschülern zu prüfen. Durch einen Vergleich der Entwicklung von Schülern und Schülerinnen mit und ohne entsprechende Grundschulempfehlung soll außerdem die Bewährung der Grundschulempfehlung geprüft werden.