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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Lehrbereich Historische Bildungsforschung

Forschung

Forschungsprofil

 

Abstract des Dissertationsprojekts

 

Arbeitstitel: „Pionierinnen der feministischen Mädchenarbeitsbewegung“

 

Gegenstand des Promotionsprojektes ist die Entstehung der feministischen
Mädchenarbeitsbewegung in Deutschland. Ausgehend von der Annahme, dass das gesellschaftsverändernde Potential sozialer Bewegungen in emanzipatorischen Praxisformen liegt, rücken in der Untersuchung autobiografische Erzählungen der Pionierinnen der Bewegung in den Mittelpunkt, weil sie versprechen auch historisch, retrospektiv den Blick noch auf die emanzipatorische Praxis selbst richten zu können. Gefragt wird, welchen Bedeutungszusammenhang ehemalige Pionierinnen zwischen der feministischen Mädchenarbeitsbewegung und ihren eigenen Biografien herstellen. Im Projekt werden zehn bis zwölf Pionierinnen aus Ost und West mittels biografisch-narrativer Interviews zu ihrer persönlichen Geschichte und deren Zusammenhang zur Mädchenarbeit befragt. Theoretisch zielt das Projekt auf eine Fundierung und Konturierung des Begriffs der „Bewegung“ für die historische Bildungsforschung, indem gleichzeitig eine feministische Revision dieses sozialwissenschaftlichen Begriffes vorgenommen wird. Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zur Geschichte und Re-Politisierung der Mädchenarbeitsbewegung zu leisten. In einer erweiterten Perspektive trägt das Projekt zur Erforschung der Entwicklung der außerschulischen Bildungsarbeit in Deutschland und die Bedeutung sozialer Bewegungen nach 1945 bei.