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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Lehrbereich Historische Bildungsforschung

Forschung

Dissertationsprojekt:

 

Kooperation und schulkulturelle Differenz Rekonstruktion eines Kooperationsprozesses

 

Mein Dissertationsvorhaben ist im Feld der schulbezogenen Kooperationsforschung angesiedelt. Der Fokus ist dabei auf den Umgang mit pädagogischen Differenzen gerichtet, die in aller Regel tief in den jeweiligen Schulkulturen verankert sind, im Kooperationsgeschehen zwischen Schulen aufbrechen und zu einem entscheidenden Moment für den Verlauf des Kooperationsprozesses werden können. Untersucht wird der Umgang mit diesen Differenzen, die Bedingungen ihres Entstehens, ihre Relevanz und die Auswirkungen des Umganges mit Differenzen auf den Prozessverlauf einer Schulkooperation. Damit wird ein Forschungsdesiderat der Kooperationsforschung aufgegriffen. Eine der Erforschung multiprofessioneller Kooperation zugrunde liegende Annahme ist diejenige, dass eine Ausbalancierung von homogenen und differenten Aspekten essentiell für eine Kooperation sei. In diesem Dissertationsvorhaben wird davon ausgegangen, dass das grundlegend auch für jegliche Kooperation im Schulbereich gilt. In welchem Maße und in welcher Art allerdings eine differenzsensible Zusammenarbeit zur Qualität einer Kooperation beiträgt, ist bisher noch ungeklärt. Mit Hilfe der Rekonstruktion einer ethnographischen Fallstudie zu einer länderübergreifenden Schulentwicklungskooperation zwischen einer Schule in einem alten und einer in einem neuen Bundesland sollen – das ist Ziel dieser Arbeit – Praktiken der Bearbeitung von Differenz in der Kooperation anhand der Begegnung, des Austausches und der Interaktion der kooperierenden Einzelschulen ergründet werden. Diese Praktiken werden anhand der Betrachtung von Prozessen und Ordnungen auf der Mikro-Ebene analysiert, die Differenzen hervorbringen wie auch reproduzieren. Die Ergebnisse der Studie werden zu einer Weiterentwicklung und Schärfung theoretischer Konzeptionen von Schulkooperationen beitragen können und damit eine erweiterte Perspektive für die Praxis bieten.