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Humboldt-Universität zu Berlin - Faculty of Humanities and Social Science - Department of General Education/Philosophy of Education

Winter Semester 2015/16

Please register for courses through AGNES

 

 

 

Bachelor Erziehungswissenschaften


 

Einführung in Grundbegriffe, Theorien und Formen pädagogischen Denkens und Handelns

Begleitend zur Vorlesung werden Tutorate angeboten. Der Besuch einer solchen Begleitveranstaltung ist dringend zu empfehlen. Für Studierende der Erziehungswissenschaften (Kernfach, PO 2014) kann die Veranstaltung im ÜWP-Bereich angerechnet werden.

Vorlesung
2 SWS
Dozent:
Do, 10-12
Veranstaltungsnummer 54129
2 SP
Prof. Dr. phil. Dietrich Benner
Raum 1115, Unter den Linden 6

 

Erzieung und/oder Bildung? Lernen und/oder Sozialisation? Gegenwärtiges und Tradiertes zu Gegenständen der Erziehungswissenschaften

Im Seminar sollen verschiedene Dimensionen der Begriffe Bildung, Erziehung, Lernen und Sozialisation erarbeitet werden und so die historische Bedeutung, die damit einhergehenden anthropologischen Fragestellungen und der Stellenwert dieser Begriffe innerhalb der Disziplin ermittelt werden. Das Seminar ist als Lektüreseminar ausgerichtet, d.h. es werden Auszüge aus Klassikern und Sekundärliteratur verwendet. Neben den inhaltlichen Komponenten sollen im Seminar auch Arbeitsweisen (Textlektüre, Erarbeitung spezifischer Fragestellungen etc.) vermittelt werden.

Teilnahmevoraussetzungen sind genaue Textlektüre und aktive Beteiligung. Im Seminar werden andere Inhalte als in der Vorlesung behandelt!

Seminar
2 SWS
Dozent:

Di, 14-16; Di, 14-16; Di, 16-18; Mi, 16-18;
Veranstaltungsnummer 54130
4 SP
Sales Rölde, Dr. Patrick Ressler
Raum 400, 117, 400, 217, Invalidenstr. 110
 
 

Erziehung in der Demokratie durch Demokratie zur Demokratie? Herausforderungen an die Pädagogik im Zeitalter der „Postdemokratie"

„Eine auf Dauer gestellte Form demokratischer Erziehung wäre ein Selbstwiderspruch, da ja ‚Demokratie‘ keine Institution sein kann.“ (Micha Brumlik) Dass Demokratie keine Institution mehr sein kann, ist seit dem Aufkommen „postdemokratischer“ Theorien (Crouch, Nancy, Rancière) kein Geheimnis mehr. Für die Erziehungswissenschaft ergibt sich daraus allerdings das Problem, dass der Disziplin eine seit der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts zentrale Reflexionskategorie verlorengeht. Erziehung im Spannungsfeld zwischen Individualität und Sozialität konnte mit dem Demokratiebegriff lange Zeit auf ein Konzept zurückgreifen, das Zielvorgabe (Affirmation, Teilhabe in und Mitgestaltung an einer demokratischen Gesellschaftsordnung) und Legitimation erzieherischer Bemühungen gleichermaßen darstellte. Wenn nun aber der „klassische“ Begriff der Demokratie aufgebrochen bzw. neu gefasst und bezüglich seiner Aktualität in Frage gestellt wird, hat dies auch Auswirkungen auf die Erziehung(swissenschaft). Es stellt sich die Frage nach den Implikationen für Erziehung (respektive Bildung) unter Bedingungen, mit dem Ziel und im Modus der Demokratie.

Das Seminar selbst ist – dem Gegenstand gemäß – als demokratisches Seminar angelegt. Aufbauend auf einen einführenden Themenblock werden die weiteren Inhalte und Arbeitsformate des Seminars gemeinsam festgelegt. Dabei sind die Studierenden angehalten, eigene Vorschläge und Interessensgebiete einzubringen, die eine Verbindung zu den Themen Erziehung und Demokratie aufweisen und sich auf einer reflexiven, pädagogischen und v.a. grundlagentheoretisch-systematischen Ebene bewegen.

Seminar
2 SWS
Dozent:
Mi, 14-16
Veranstaltungsnummer 54133
4 SP
Sales Rödel
Raum 124, Geschwister-Scholl-Str. 7

 

Reformpädagogik - eine historisch-systematische Annäherung kritischer Art

In diesem Seminar wird das erstaunliche Phänomen der Reformpädagogik (Tenorth) zum Gegenstand gemacht. Neben der klassischen Perspektive auf die Reformpädagogik als historische Epoche zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert werden alternative Zugänge eröffnet, etwa Reformpädagogik als Systematik (Koerrenz) oder Episteme (Groppe).

Vorwiegend in kritischer Lesart wird die Reformpädagogik in ihrer spezifisch mitteleuropäischen Ausprägung problematisiert: hinsichtlich des Nähe-Distanz-Verhältnisses, ihrer Entwürfe pädagogischer Provinzen (Schullandheime, Internate) und ihrer dogmenhaften (Oelkers) Rekurse auf Topoi wie der Natur und des unschuldigen Kindes. Abschließend soll das Nachwirken der Reformpädagogik im heutigen Schulwesen erörtert werden. Im Zuge dessen werden als Alternative zum dichotom gedachten Verhältnis von Staatsschule und Reformpädagogik Laborschulen thematisiert.

Seminar
2 SWS
Dozentin:
Mo, 14-16
Veranstaltungsnummer 54137
4 SP
Fabian Buck
Raum 1.503, Dorotheenstr. 24
 
 

Urteilen in pädagogischen Kontexten

In diesem Seminar wird die Bedeutung des Urteilens für und in der Pädagogik herausgearbeitet. Ausgehend von den eigenen Erfahrungen werden zunächst grundsätzliche Fragen geklärt: Was ist Urteilen? Wie läuft ein (kritischer) Urteilsprozess ab? Gibt es richtige und falsche Urteile? Wie kann man Urteilen und Kritik üben? Kann man zum Urteilen und zur Kritik anregen oder erziehen? In einigen theoretischen Ansätzen wird Urteilen auf eine kognitivistische Bestimmung reduziert. Aus Erfahrung wissen wir: Das bloße Wissen veranlasst und befähigt noch nicht dazu, ein Urteil zu bilden. Um ein Urteil bilden zu können, bedarf über ein Wissen hinaus der Erfahrung und der Praxis. In neueren erziehungswissenschaftlichen Ansätzen wird Urteilen daher als eine soziale und intersubjektive Praxis bestimmt.

Im Fokus werden erziehungstheoretische Perspektiven und Fragestellungen zum Urteilen stehen. Das Seminar gliedert sich in zwei Teile; in einen empi­risch-praktischen und einen theoretisch-systematischen Teil.

Es ist als Lektüreseminar ausgerichtet. Es werden Auszüge aus Klassikern und Fachliteratur gelesen („close reading“) und anschließend im Seminar gemeinsam diskutiert und problematisiert. Zudem werden an Praxisbeispielen Einblicke in die Methoden qualitativer Forschung in der Pädagogik vermittelt.

Seminar
2 SWS
Dozentin:
Di, 16-18
Veranstaltungsnummer 54260
4 SP
Ege Kafali Bayer
Raum 402, Invalidenstr. 110
 
 

Ästhetische Bildung und Erziehung

Der im 18. Jahrhundert entstandene Begriff der ästhetischen Bildung (Schiller) bezieht sich auf die Frage nach der Wirkung, die das Schöne im Allgemeinen und die Kunst im Besonderen auf den Menschen ausübt. Dieser Begriff kann auf zweierlei Weisen bestimmt werden: einerseits als Oberbegriff für pädagogische Praxen, die auf Kunst, Musik, Literatur, Theater etc. bezogen sind; andererseits als Grundbegriff für bildungstheoretische Diskurse, die mit Persönlichkeitsbildung in und durch ästhetische Erfahrungen verbunden sind.
Der Begriff wirft die Frage auf, inwiefern die der ästhetischen Bildung zugeschriebene „Freiheit“ mit dem „Zwang“ pädagogischer Maßnahmen vereinbar ist. Das hat u. a. zu Kontroversen mit Kunstdidaktikern und Erziehungswissenschaftlern geführt und zugleich darauf hingewiesen, dass Neubestimmungen im Bereich des Ästhetischen, Pädagogischen und Politischen notwendig sind.
Ausgehend von der Beobachtung und Beschreibung ästhetischer Erfahrungen wird eine kurze Einführung in qualitative Forschungsmethoden in den Erziehungswissenschaften gegeben. Von Schillers Begriff her und über ihn hinaus werden bildungs- und erziehungstheoretische Ansätze zur ästhetischen Bildung diskutiert.
Seminar
2 SWS
Dozent:
Do, 16-18
Veranstaltungsnummer 54261
4 SP
Carlos Willatt
Raum 402, Invalidenstr. 110
 
 
 

Master Erziehungswissenschaften


 

Kontroversen der erziehungswissenschaftlichen Forschung

Trotz der Etablierung der Erziehungswissenschaft als eine eigenständige Wissenschaftsdisziplin im 20. Jahrhundert ist die Suche nach einer disziplinären „Identität“ nicht beendet: Begründungszusammenhänge, die Abgrenzung von Nachbarschaftsdisziplinen, Interdisziplinarität, die Ausdifferenzierung und Verselbständigung von Teildisziplinen sowie Fragen nach einem pädagogischen Grundgedanken und um konstituierende und leitende Begrifflichkeiten wie Erziehung, Lernen und Bildung beschäftigen die Erziehungswissenschaft nach wie vor. In der Übung werden Kontroversen aus dem Bereich der erziehungswissenschaftlichen Forschung anhand von Forschungsfragen und einzelnen Forschungsprojekten intensiv diskutiert und reflektiert.

Die Übung soll dazu beitragen, die Erziehungswissenschaft hinsichtlich ihrer historischen Grundlegungen und aktueller Kontroversen um ihre künftige Ausrichtung zu befragen und das disziplinäre (Selbst-)Ver­ständnis von angehenden Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftlern hierdurch zu schärfen.

Übung
2 SWS
Dozentin:
Di, 16-18
Veranstaltungsnummer 54136
3 SP
Dr. Denise Wilde
Raum 102, Invalidenstr. 110

 

 

Forschungskolloquium Allgemeine Erziehungswissenschaft - Vom Nutzen und Nachteil grundlagenreflexiver Theoriearbeit

Das Forschungskolloquium Allgemeine Erziehungswissenschaft dient als kollegiales Forum der gemeinsamen Erarbeitung, Vertiefung und Diskussion forschungsspezifischer Thematiken an der Abteilung für Allgemeine Erziehungswissenschaft (AEW) und steht MitarbeiterInnen, Studierenden und allen Interessierten offen, die daran – entlang eines das Semester grob gliedernden Rahmenthemas – teilnehmen möchten, um im Wege vorbereitender Textlektüre und gemeinsamer Textdiskussion, der Vorstellung und Diskussion von Arbeits- bzw. Forschungsvorhaben oder -verläufen den wissenschaftlichen Austausch im Bereich der AEW zu pflegen.

Das diessemestrige Rahmenthema Vom Nutzen und Nachteil grundlagenreflexiver Theoriearbeit soll den Fokus der Zusammenkünfte auf die Frage nach Status und Bedeutung von Theorie für erziehungswissenschaftliche Erkenntnisbemühungen richten: Was ist und inwiefern und wozu studieren, rezipieren und betreiben wir Theoriearbeit? Wie ist es um das Medium Text als Vehikel für Theorie bestellt? Wie lesen und rezipieren wir Texte? Was lesen wir und warum? Nach welchen Gesichtspunkten schreiben wir Texte? Was erwarten wir von Theorie(n)? Lässt sich – vielleicht auch gerade angesichts einer vorliegenden Methodenlastigkeit in wissenschaftlichen Gegenwartsdiskursen – wieder eine Art Sehnsucht nach Theorie attestieren? Oder ist die Zeit der theoretisch eingeholten (bzw. sogar überholten) Wahrheitsansprüche vorüber und Theorie heute lediglich noch tradiert-notwendiges rezeptwissenschaftliches Übel bei der Verfertigung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten? Wie steht es weiters um das vielfach strapazierte Verhältnis von Theorie und Empirie im Reigen wissenschaftlicher Erkenntnisproduktion? Wie, wozu und nach welchen Maßgaben schließlich betreiben wir Theoriebildung heute in der Erziehungswissenschaft? – Der Behandlung solcher und weiterer Fragen wollen wir uns in diesem Semester widmen. Unterstützt wird das Forschungskolloquium dabei auch durch externe Gastvortragende, die sich bereit erklärt haben, den Austausch über Möglichkeiten und Grenzen von Theoriearbeit heute durch Einblicke in Ihre Forschungstätigkeit zu bereichern.

Darüber hinaus bietet das Forschungskolloquium auch Raum für eigenständige Beiträge aus dem Kreis der TeilnehmerInnen; im Sinne eines Werkstattcharakters dient das Kolloquium auch zur Diskussion aktueller Arbeiten oder Arbeitsvorhaben, sofern dafür Bedarf besteht. Auch Vorstellungen oder Kurzbesprechungen von aktuellen Publikationen, Buch- oder Veranstaltungsempfehlungen sind jederzeit herzlich willkommen.

Forschungsseminar
2 SWS
Dozent:
Mi, 16-20 (14-tägig)                                      
Veranstaltungsnummer 54135
3 SP
Denise Wilde
Raum 235, Geschwister-Scholl-Str. 7 (Forschungswerkstatt für Bildungsreform)