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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Abteilung Wirtschaftspädagogik

„Herausforderung Pflege – Wer soll? Wer darf? Wer macht’s?“

Fachtagung zur Professionalisierung von Pflegekräften

Termin: 3. und 4. September 2015

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Campus Mitte

Ergebnis: Mit rund 110 Interessierten stieß die Tagung auf große Resonanz. Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für den interessanten Austausch, die zahlreichen anregenden Gespräche und Diskussionen sowie gleichermaßen viele neue Einsichten in die Pflege und die arbeitsplatzorientierte Grundbildung.
In der Tagungsdokumentation finden Sie eine protokollarische Zusammenfassung aller Beiträge und Workshopinhalte.

Fotos der Fachtagung, aufgenommen von Christoph Creutzburg,
finden Sie hier.

Progamm: Flyer


Wie soll die Pflege von morgen aussehen?

Pflege geht jeden an – als Pflegebedürftiger, als Angehöriger, als Beitragszahler der Pflegeversicherung. Und: Sie wird, gemessen an der Zahl zukünftiger Pflegebedürftiger, immer wichtiger. Derzeit sind etwa 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig. Bis zum Jahr 2050 wird sich diese Zahl nahezu verdoppeln.

Wir müssen uns heute darum kümmern, morgen genügend professionelle Pflegekräfte zu haben. Wie aber schaffen wir das?

Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verbänden, Bildung und Wissenschaft wollen wir diskutieren:

  • Welche Ausbildung braucht die Pflege?
  • Wie sieht der Pflegealltag wirklich aus?
  • Wie können wir Menschen mit Grundbildungsbedarf arbeitsplatzorientiert für die Pflege qualifizieren?
  • Wie wollen wir zukünftig kultursensible Pflege organisieren?
  • Wie erkennen wir Menschen mit geringen Grundbildungskenntnissen im beruflichen Umfeld?

Organisiert wird die Fachtagung von der Abteilung Wirtschaftspädagogik der Humboldt-Universität zu Berlin (Projekt INA-Pflege) und der Volkshochschule Göttingen gGmbH (Projekt KOMPASS). Beide Institutionen setzen sich aktiv für die Verankerung von Grundbildung als Querschnittsthema in der Pflege ein. INA-Pflege entwickelt pflegespezifische Lehr- und Lernmaterialien für die Pflegehilfeausbildung (INA-Pflege-Toolbox). KOMPASS erarbeitet ein Konzept zur Qualifizierung Pflegediensthelfer/-in und führt die Qualifizierung durch.

- Vorträge - Workshops - Diskussion - Get-together - Impro-Theater -


Programm

Donnerstag, 3. September 2015

Senatssaal im Hauptgebäude: Unter den Linden 6
ab 12 Uhr
Anmeldung und Begrüßungskaffee

13 Uhr
Eröffnung
Dr. Matthias von Schwanenflügel, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - Abteilungsleitung Demografischer Wandel, Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege

Grußworte
Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen van Buer, Humboldt-Universität zu Berlin
Thomas R. Eberwien, Volkshochschule Göttingen Osterode gGmbH

Vorträge
Grundbildungsangebote für Geringqualifizierte in Unternehmen - Rahmenbedingungen und Beispiele erfolgreicher Förderansätze
Helmut E. Klein, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

Zur Pflege qualifizieren - Einblicke in die Projektpraxis
PD Dr. Steffi Badel, Humboldt-Universität zu Berlin
Gundula Laudin, Volkshochschule Göttingen Osterode gGmbH
 

15 Uhr Pause und Wechsel des Veranstaltungsortes nach
Seminargebäude Hegelplatz: Dorotheenstraße 24, Haus 1

15:30 Uhr
Themenworkshops I bis IV

  • Workshop I: Ausbildungswege in der Altenpflege
    Je weniger junge Menschen für eine Ausbildung zur Verfügung stehen und je höher die Anzahl von pflegebedürftigen Menschen wird, umso bedeutender werden die Zugangswege und -möglichkeiten zu einer qualifizierten Ausbildung in der Pflege. Zugleich ist die Grundpflege auf einem guten und hohen Niveau zu sichern. Daher sind auch Qualitätsstandards oder rechtliche Vorgaben für die Ausbildungen in der Pflegehilfe von Bedeutung.
  • Moderation: Elke Ahlhoff, Wert.Arbeit GmbH, Berlin

 

  • Workshop II: Tätigkeitsstrukturen in der Altenpflege
    Die Arbeit in der Pflegehilfe – eine „Jedermannstätigkeit“? Dienstpläne lesen, die Pflegedokumentation schreiben, den Bewohnern vorlesen und Trinkmengen bilanzieren – all das sind Tätigkeiten, die selbstverständlich von Pflegehelfern und Pflegehelferinnen zu leisten sind. Sie setzen ein hohes Maß an Grundbildung voraus. Der Berufsalltag von Pflegehelfern ist damit bei weiten noch nicht vollständig beschrieben. Wie eine Arbeitsschicht von einer Pflegehilfskraft derzeit aussieht, wird anhand von Tagbuchaufzeichnungen vorgestellt.
  • Moderation: PD Dr. Steffi Badel, Humboldt-Universität zu Berlin

 

  • Workshop III: Didaktik und Methodik in der Pflegeausbildung
    Wie können wir Menschen mit Grundbildungsbedarf arbeitsplatzorientiert für die Altenpflege qualifizieren? Neu erarbeitetes Unterrichtsmaterial und Erfahrungen aus erster Hand aus Teilnehmer- und Lehrerperspektive geben Einblicke in Beispiele guter Praxis.
  • Mit: Goschka Grynia-Gallwitz und Gabriela Ölmann, Volkshochschule Göttingen Osterode gGmbH; Patrick Richter und Diana Stuckatz, Humboldt-Universität zu Berlin

  • Moderation: Gundula Laudin, Volkshochschule Göttingen Osterode gGmbH

 

  • Workshop IV: Interkulturalität und kultursensible Pflege
    Immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund brauchen Pflege, Pflegeeinrichtungen brauchen immer mehr qualifizierte Menschen mit Migrationshintergrund.
  • Mit: Gabriele Przestacki, Pflegekreis Naffin und BTB Bildungszentrum GmbH
    Marco Hahn, Berufsfachschule Paulo Freire
  • Moderation: Dr. Caroline Kurz, Volkshochschule Göttingen Osterode gGmbH
     

17 Uhr Pause

17:30 Uhr Inhaltliche Zusammenfassung mit dem Improvisationstheater "Theatersport Berlin"

18 Uhr Get-together und Abendbuffet im
Restaurant Cum Laude: Platz der Märzrevolution
Eingang neben dem Maxim Gorki Theater

Freitag, 4. September 2015

Seminargebäude Hegelplatz: Dorotheenstraße 24, Haus 1

9 Uhr
Grußwort
Dr. Andreas Meese, Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Vortrag
Situation, Bedarfe, Qualifizierung und Durchlässigkeit in der Pflegeausbildung
Gertrud Stöcker, Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)

9:45 Uhr Pause

10 Uhr Themenworkshops I bis IV
(siehe Programm vom 3. September 2015)

11:30 Uhr Pause

12 Uhr Abschlussdiskussion zur Situation der Pflegeausbildung in der Zukunft

12:30 Uhr
Vortrag
Verunsicherung im professionellen Umfeld: Wenn Ärzte und Pflegende bei Patienten funktionalen Analphabetismus vermuten
Prof. Dr. Anke Grotlüschen, Universität Hamburg

13:15 Uhr
Mittagessen und Ende der Veranstaltung

Moderation der Veranstaltung: Mechthild Kopel, Wert.Arbeit GmbH, Berlin


Ausstellung: Während der Fachtagung haben Sie Gelegenheit sich die Ausstellung zur Kampagne „Lesen & Schreiben – Mein Schlüssel zur Welt“  anzusehen. Sie informiert mit ansprechenden Infografiken und zahlreichen Statements von Lernenden und Experten über die „Nationale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in Deutschland“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der regionalen und lokalen Partner für Alphabetisierung in Deutschland.


Ort

Humboldt-Universität zu Berlin

Senatssaal im Hauptgebäude: Unter den Linden 6

Seminargebäude Hegelplatz: Dorotheenstraße 24, Haus 1

Restaurant Cum Laude: Platz der Märzrevolution
Eingang neben dem Maxim Gorki Theater

Alle Veranstaltungsorte sind in unmittelbarer Nähe zueinander und fußläufig erreichbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Dieses Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01AB12013 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.