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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Erziehungswissenschaften

Gastvortrag von Gabriele Weiß am 13.02.2019

Gastvortrag von Gabriele Weiß zum Thema "Ästhetische Subjekte und ästhetische Gemeinschaften“ in der Abteilung der Allgemeinen Erziehungswissenschaften

Sehr geehrte Damen und Herren,

am am 13. 02. 2019 dürfen wir Gabriele Weiß (Siegen) in der Abteilung der Allgemeinen Erziehungswissenschaft begrüßen. Ihr Vortrag "Ästhetische Subjekte und ästhetische Gemeinschaften“ findet im Rahmen des Forschungskolloquiums AEW „Ästhetische Bildung und Erziehung" in Raum 235, 16.00 Uhr – 20.00 Uhr st. statt. Zudem erwarten wir zur Diskussion Joachim Ludwig (Potsdam).

„Der Vortrag will einer doppelten Differenz nachgehen (Aisthesis und Grenzerfahrung sowie Bildung und Lernen) und nach ihrem Zusammenspiel fragen. Versteht man Ästhetische Erfahrung als aisthetische Wahrnehmung, dann ist ein Lernprozess in Form einer sukzessiven Erweiterung oder Erhöhung von z.B. Sensibilität denkbar und messbar. Versteht man Ästhetische Bildung wie eine ästhetische Alphabetisierung, dann ist ein Prüfen der Kompetenz Lesen-Können möglich und ein Lernerfolg zu verzeichnen. Versteht man aber Ästhetische Erfahrung als eine derartige Grenzerfahrung, dass weder eine Erweiterung, noch eine Kompetenzaneignung, sondern vielmehr ein Herausfallen aus allen kulturell vermittelten Wissen wie Praktiken das Selbst- und Weltverhältnis erschüttert, dann – so die beiden Thesen – kann man noch von Bildung, aber nicht mehr von Lernen sprechen und dann verweigert sich durch die immanente Negativität des Geschehens ein positiv zu erfassender Fortschritt.“ Der Vortrag ist eine Replik auf den Artikel von Joachim Ludwig „Wie lassen sich ästhetische Bildungsprozesse theoretisch fassen.“ In: Kulturelle Bildung in Bewegung. Empirische Forschung zu Bildungsprozessen in Tanz, Theater und Performance. (2019)