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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Inklusion - Bildung - Schule

Mitglieder

Laura Röbenack

Laura Röder

Master of Education in den Fächern Geschichte und Philosophie/Ethik

Kontakt:  laura.roebenack(at)hu-berlin.de

 

Thema

Vorspiegelung falscher Tatsachen? Demokratisches Sprachhandeln als Indikator zur Qualitätsbestimmung der Kinder- und Jugendpartizipation

Abstract

Das Forschungsinteresse richtet sich auf das demokratische (Sprach-)Handeln im Klassenverband. Empirisch rekonstruiert wird, ob und wie jenes im Format "Klassenrat" gelernt und partizipativ umgesetzt werden kann. 

Durch qualitative Aufzeichnungen von Berliner Klassenratssitzungen in unterschiedlichen Jahrgangsstufen und Schultypen sollen in Anknüpfung an wissenschaftstheoretischen Überlegungen zur "Kritischen Erziehungswissenschaft und kommunikativen Didaktik" (Schäfer/ Schaller 1971) und an empirischen Studien, die das Verhältnis von Kindern und Jugendlichen zu Erwachsenen in der Schule unter dem Fokus der Partizipationsverhältnisse untersuchen (vgl. z.B. Faulstrich-Wieland 2001), die Anordnungs- und Lagerungsstrukturen in der Klasse erforscht und sprechakttheoretisch der Klassenrat als einzelschulischer Möglichkeitsraum rekonstruiert werden. Konkret soll hier an die erziehungswissenschaftliche Kategorie des Raumes als "Anordnungsstruktur, die mit gesellschaftlichen Normalitätserwartungen konfrontiert ist, in denen das Handeln auf spezifischen Möglichkeitskonstellationen trifft" (Hummrich 2017, S.280) zur Analyse von Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform angeknüpft werden.

Die Frage nach Partizipationschancen von Kindern und Jugendlichen ist demnach zugleich eine Frage nach räumlichen Möglichkeitsstrukturen als sprachliche Bedingungs- und zugleich Anforderungsgefüge. Die Betrachtung der räumlich-sprachlichen Organisationsstruktur als soziokulturellen Möglichkeitsraum soll Aufschluss über den Grad der demokratischen Beziehungsstruktur zwischen Lehrkraft und Schülerschaft unter Berücksichtigung alterskohortenspezifischer Macht-, Kompetenz- und Wissensunterschiede geben und die kindliche Vulnerabilität als gesellschaftlich konstruierte Rechtfertigung eines protektiven Paternalismus (Heinze, 2010) in Frage stellen.

Vorträge

Röbenack, L. (01/2019). „Vorspiegelung falscher Tatsachen? Zur Kinder- und Jugendpartizipation in der Schule". Vortrag im Rahmen des PSE-Forschungskolloquiums.

Röbenack, L. (02/2018). „Inszenierte Mitbestimmung? Demokratieerziehung unter dem Aspekt der Kinder- und Jugendpartizipation im Klassenrat". Vortrag im Rahmen der 32. Internationalen Jahrestagung der Inklusionsforscher*innen. Gießen.

Organisation von Panels und Veranstaltungen

Röbenack, L. (02/2019). Moderation des Panels „Inklusionsorientierte Lehrkräftebildung" im Rahmen der 33. Internationalen Jahrestagung der Inklusionsforscher*innen. Mitarbeit im Organisationsteam. Berlin.