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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Abteilung Grundschulpädagogik & Gemeinsame Kommission

Über uns

Was ist der Grundschul-Mathetreff? Kurz gesagt, ist der Grundschul-Mathetreff ein Lernort für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende.

Kinder aus verschiedenen Berliner Schulen werden ausgewählt aufgrund ihres Interesses und einer sichtbaren Begabung im Fach Mathematik. Dieses Interesse an bzw. eine Begabung für Mathematik kann von unterschiedlichen Seiten festgestellt werden: Lehrkräften, Eltern, der Gesellschaft für das hochbegabte Kind... Das Seminar „Grundschul-Mathetreff“ wird von Lehramtsstudierenden aus dem Fach Grundschulpädagogik gestaltet.

Wichtig beim Grundschul-Mathetreff: Knifflige, herausfordernde Aufgaben mit mathematischen Problemstellungen, die für so manchen „qualmenden“ Kopf sorgen.

Knobeln Knobeln

Am Ende findet jeweils eine gemeinsame Besprechung statt. Lösungen werden von den Kindern vorgestellt und unterschiedliche Lösungswege diskutiert.

Besprechen

Am aller wichtigsten: Spaß am Grundschul-Mathetreff.

Spass Spass

 

Warum gibt es den Grundschul-Mathetreff?

Der Grundschul-Mathetreff wurde von Frau Prof. Dr. M. Grassmann ins Leben gerufen. In Münster leitete sie ein ähnliches Projekt über viele Jahre an der Westfälischen-Wilhelms-Universität.

In unserer Gesellschaft ist der Blick auf Förderung von Kindern mit Begabung, im Vergleich zu Förderung von Kindern mit Schwierigkeiten, sehr gering. Durch den Grundschul-Mathetreff wird ein Bereich geöffnet, der mathematisch begabten Kindern die Möglichkeit gibt, herausgefordert zu werden.

Darüber hinaus soll Lehramtsstudierenden den Blick dafür geöffnet werden, dass auch begabte Schulkinder Förderung brauchen und dass der Matheunterricht mehr sein kann als „nur“ Aufgaben zu lösen. Ein weiterer Aspekt liegt darin die Praxis in die theoriereiche Ausbildung der Grundschullehrerinnen und -lehrer zu integrieren.

 

Die Schulkinder sind eigentlich die Lehrenden

Es geht für die Studierenden nicht darum, sich in der Rolle der Lehrenden zu versuchen, sondern in erster Linie darum, von den Schulkindern zu lernen. Die Studierenden beobachten die Schulkinder und erkennen so ihre Denkansätze sowie Lösungswege, um anspruchsvolle Aufgaben zu lösen. Auch wenn die Kinder hauptsächlich eine „passive Lehrenden-Rolle“ haben, so lernen die Studierenden, gerade auch in den Nachbesprechungen, durch die Leitung von Frau Prof. Dr. M. Grassmann, viel über die unterschiedlichen und oft kreativen und „undurchsichtigen“ Lernwege der Kinder. Das hilft später im Berufsalltag Schulkinder auch dann objektiv zu betrachten, wenn es in der Schule dazu kommt, dass sie für die Lehrenden erstmal unerklärliche Wege gehen.

 

Als Lehrende lernen, sich zurück zu halten

Das Wichtigste für die Studierenden im Grundschul-Mathetreff ist, die Kinder in ihren Lernwegen und Gedanken nicht zu unterbrechen. Hier dürfen zukünftige Lehrer und Lehrerinnen lernen, andere sowie auch unkonventionelle Gedanken zuzulassen und darauf zu vertrauen, dass Kinder ihren Weg finden. Vor allem aber auch, dass Fehler eigentlich keine Fehler sind, sondern ein Teil des Weges, der zur Lösung führt.

 

Aufgabenformate und Lernumgebungen entwickeln und erproben

Es geht auch darum, zur Förderung geeignete Aufgaben und Problemfelder zu entwickeln und zu erproben. Dabei wird immer wieder die Frage diskutiert, wie derartige Problemstellungen in den „normalen“ Unterricht integriert werden können, um eine Förderung nicht ausschließlich an außerschulische Institutionen und Einrichtungen zu delegieren.