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Abb.: Laura Röbenack

Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Deutschunterricht und seine Didaktik in der Primarstufe

Lehr-/Lernphilosophie

Sandra Moßner

Foto: Susan Navissi
Sandra Moßner
Foto: Susan Navissi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um meinen Beitrag in der Hochschule zum Schutz vor Diskriminierung/Privilegierung und zur inklusiven Teilhabe zu tun, wie z.B. im GG und im AGG gefordert, achte ich in meiner Umgebung auf eine diversitätsbewusste und machtkritische Lern- und Arbeitsatmosphäre. Ich verpflichte mich selbst dazu, aufmerksam gegen alle Formen von Rassismus, Sexismen, Homo- und Transfeindlichkeit, Klassismus, Ableismus, Adultismus, Bodyismus, Heteronormativität und weitere Diskriminierungs-/Privilegierungsformen zu sein und zu einem inklusiven (im breiten Verständnis) und partizipativen Umfeld beizutragen. Ich möchte in meinen Seminaren gerne nicht nur theoretisch darüber sprechen, was Diskriminierungssensibilität ist, sondern es gemeinsam mit Ihnen trainieren, einüben, umsetzen. Ich bemühe mich dafür:

  • heterogene Dimensionen, Erfahrungen und Bedürfnisse mitzudenken, das kann ich aus einzelner Perspektive aber nur sehr begrenzt, deswegen bin ich / und auch die jeweilige Seminargruppe auf Ihre Rückmeldungen angewiesen, wenn Sie sich sicher fühlen und das möchten, machen Sie bitte gern Ihre Perspekive für mich und die Gruppe wahrnehmbar (oder wenden Sie sich an Ihre Fachschaft).
  • im Seminarmaterial und in Texten möglichst überproportional Personengruppen und Perspektiven wahrnehmbar zu machen, die "normalerweise" gesellschaftlich an den Rand gedrängt (marginalisiert) und erschwert wahrnehmbar gemacht werden, sollten Ihnen in meinen Readertexten unangemessene, diskriminierende Äußerungen und Darstellungen auffallen, machen Sie mich bitte darauf aufmerksam. Über weitere Literaturhinweise bin ich stets dankbar.
  • einen sensiblen Sprachgebrauch zu üben - gerne möchte ich Sie wohlwollend und kritisch darauf aufmerksam machen, wenn z.B. bestimmte Begriffe verwendet werden, die Personengruppen ausgrenzen oder anders herabwerten könnten und mit Ihnen gemeinsam ins Gespräch darüber kommen. Bitte weisen Sie unbedingt auch mich darauf hin, wenn Sie von mir ein ausgrenzendes / ignorantes oder verletzendes / herabwürdigendes Verhalten (auch Sprachverhalten) bemerken, ich nehme Ihre Kritik immer entgegen und möchte gemeinsam mit Ihnen weiter lernen.
  • Wir machen alle Fehler, auch ich. Und das ist auch gut so, selbst wenn es sehr unangenehm sein kann und ein Tabu darstellt. Ich habe auch als Dozentin weder alle Antworten und Lösungen, noch mache ich alles richtig! Fehlerfreundlichkeit und Ressourcenorientierung sind mir wichtig.
  • Konstruktive Rückmeldungen / Kritik als Teil einer partizipativen Lehr-Lern-Kultur - wenn Sie bemerken, dass ich als Dozentin ausgrenzend / diskriminierend / herabwertend oder sonstwie unangemessen handle, wäre ich sehr dankbar für einen Hinweis. Ich werde mich auch bemühen im Seminar darauf zu achten und werde ggf. die Studierenden wohlwollend kritisch aufmerksam machen. Falls Sie Vorschläge haben, wie wir unsere Lernräume inklusiver und wertschätzend diverser gestalten können, freue ich mich über Rückmeldungen.
  • Fachschaftsinitiative - bitte wenden Sie sich an Ihre Fachschaftsinitiative Grundis, wenn Sie sich aus verschiedenen Gründen nicht dazu in der Lage fühlen, mich direkt anzusprechen und auf grenzüberschreitendes, verletzendes, ausgrenzendes etc. Verhalten (oder auch unterstützendes Verhalten / positive Rückmeldungen) aufmerksam zu machen.
    Ihre Fachschaft  stellt ein notwendiges Gremium an einer demokratischen Hochschule dar. An diese können Sie sich auch unabhängig davon jederzeit wenden, um sich zu organisieren und strukturelle Verbesserungen im Studium zu bewirken - die Perspektive der Studierenden ist in den meisten Hochschulgremien trotz größter Statusgruppe am geringsten vertreten.

 

Familie und Vielfalt, Seminar Grundschule als Ort Professionellen Handelns
Familie und Vielfalt, Seminar Grundschule als Ort Professionellen Handelns.
Foto:Sandra Moßner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Methoden und Arbeitsweisen in meinen Seminaren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Sandra Moßner, Lernselbstverständnis, Seminar Grundschule als Ort Professionellen Handelns

 

Ich bemühe mich, ein kooperatives, partizipatives und interaktives Arbeitsklima in Ihrem Lernraum anzuregen. Dafür sehe ich meine Rolle als Organisator*in, die entsprechende Strukturen bereitstellt und als Fachperson, die - nicht auf jede Frage eine Antwort hat! - den inhaltlichen Rahmen eingrenzt und Impulse / Inputs für die Auseinandersetzung bietet. Ihre Rolle sehe ich darin, für Ihren Lernprozess selbst die Verantwortung zu übernehmen. Das bedeutet sicherlich für viele ein Umlernen, da diese Gesellschaft in der formalen Bildung das eigenverantwortliche Lernen nicht unbedingt befördert, ggf. sogar unmöglich macht. Ich betrachte alle meine Seminare als gemeinsame "Lern- und Experimentierräume" ein neues entsprechendes Lernverständnis einzuüben. Hierfür wünsche ich mir von Ihnen, dass Sie Ihre Bedürfnisse selbst beachten, einbringen und mich auf neue Ideen, eventuelle Missstände oder Unzufriedenheiten hinweisen.

Nehmen Sie meine Lernimpulse auf, recherchieren Sie selbstständig weiter, kommen Sie bei Unklarheiten auf mich zu.

Rechnen Sie bitte sowohl im Präsenz- als auch im Onlineunterricht damit, dass Sie als Student*in ein Teil des Lernraumes sind, also auch unbewusst eine Wirkung entfalten und die Lernatmosphäre aktiv mitgestalten. Ich bemühe mich methodisch zu wechseln und frontale Inputs, Gruppenarbeiten sowie interaktive Übungen (dies können auch kleine Rollenspiele oder Assoziationsrunden sein) einzubeziehen. Zu jedem SEmianr gibt es einen Moodle Kurs, auch hier erwarte ich teilweise, dass Sie Arbeitsergebnisse hochladen oder sich an Gruppendiskussionen beteilien - ich möchte nicht nur demokratisches Unterrichten und Partizipation lehren, ich möchte das in unseren Lernräumen auch mit Ihnen leben. Für einige stellt das eine große Überwindung dar, ich möchte Sie zum gemeinsamen Lernen ermutigen und bitten, auf Ihre Grenzen hierbei zu achten. Auch hier können Sie auf mich zukommen, um eventuelle Bedenken mit mir zu besprechen. Mir ist es wichtig, dass unser Lernraum jeweils von allen aktiv respektvoll und wohlwollend gestaltet wird! Auch, damit alle gut gemeinsam lernen können, jede*r auf die eigene Weise und in dem Vertrauen, nicht von anderen bloßgestellt (selbstverständlich auch nicht beleidigt oder geringschätzig behandelt) zu werden.

Wichtig für alle Seminare ist, dass Sie selbstständig ausreichend Zeit fürs Vor- und Nacharbeiten - im Wesentlichen Texte aktiv lesen (!), recherchieren, dokumentieren - einplanen. Sollten Sie beim Strukturieren hierfür Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte an die studentische Studienfachberatung oder an mich als Dozentin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Sandra Moßner, Ausrüstung fürs Blockseminar