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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Allgemeine Erziehungswissenschaft

Sommersemester 2019

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung aller Lehrveranstaltungen der Abteilung - Anmeldungen erfolgen über AGNES.

 

 

 

 

Bachelor Erziehungswissenschaften


 

Lernen als Verkörperung – Einführung in einen pädagogischen Grundbegriff 

Lernen wird meist auf „Verarbeitung“, „Speicherung“ oder „Verhaltensänderung“ reduziert. Im Unterschied zu den gängigen kognitions- und entwicklungspsychologischen Modellen wird in dieser Vorlesung ein pädagogischer Lernbegriff vorgestellt. Lernen gilt hier als Erfahrungsbegriff, der leibliche bzw. zwischenleibliche Qualitäten aufweist und die ganze Person betrifft. Leiblichkeit bzw. Embodiment als Medien von Lernen werden in aktuellen unterschiedlichen Ansätzen vorgestellt. Im Kontext von Geschlechtlichkeit wird die leibliche Positionierung als kritische und soziale Praxis des Lernens thematisiert.

Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, Texte zu studieren und zu diskutieren, die eigenen Erfahrungen kritisch zu reflektieren und vertrauensvoll und respektvoll miteinander umzugehen.

Vorlesung                                              Veranstaltungsnr. 54011
2 SWS                                                  Brinkmann
2 SP                                                     Raum  2014A, Unter den Linden 6 
Do, 12-14

 

Einführung in die pädagogische Empirie (Teil 2)

Im Mittelpunkt stehen neuere Methoden der erziehungswissenschaftlichen Sozialforschung, insbesondere die Videographie. Diese wird in unterschiedlichen methodischen und theoretischen Paradigmen dargestellt. Danach findet im forschungspraktischen Teil eine Einübung in die Methodologie und Forschungspraxis der Videographie statt mit dem Ziel, dass eine ausgewählte Sequenz mit den im Seminar erarbeiteten theoretischen und methodologischen Zugängen analysiert wird. Dazu kann auch ein webbasiertes Partiturprogramm zur videographischen Analyse verwendet werden. Der Leistungsschein kann in Form einer schriftlichen Ausarbeitung der Videoanalyse erworben werden.

Seminar                                               Veranstaltungsnr. 54003
2 SWS                                                  Leser, Weber-Spanknebel, Rödel
4 SP                                                     Raum  2014A, Unter den Linden 6 

Mo, 12-14

Do, 10-12

Do, 16-18

Ressourcen stärken, berufliche Ziele klären, praktische Erfahrungen reflektieren: Übung zum Praktikum

Als Begleitveranstaltung zum Praktikum hat die Übung das Ziel, praktische Erfahrungen zu reflektieren und diese in das Studium einzubinden. Nach Absprache mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sollen in der Übung außerdem persönliche Ressourcen sowie individuelle berufliche Ziele berücksichtigt und weiterentwickelt werden.

Zu folgenden Fragen wird gemeinsam gearbeitet:

- Wie wähle ich eine geeignete Praktikumsstelle aus?
- Wie bewerbe ich mich um eine Praktikumsstelle?
- Wie finde ich einen Praktikumsplatz im Ausland?
- Was sind meine Rechte und Pflichten während des Praktikums?
- Wie beobachte und beschreibe ich Praxiserfahrungen?
- Wie gehe ich mit den Praxiserfahrungen um und überführe sie in einen Praktikumsbericht (Theorie-Praxis-Reflexion)?
- Wie kann ich meine Praxiserfahrungen in das weitere Studium integrieren und ggf. für die Bachelor-Arbeit nutzen?
- Welche beruflichen Möglichkeiten und Perspektiven bieten sich im Anschluss an das Praktikum?

Voraussetzungen zum Besuch der Übung sind die regelmäßige Teilnahme sowie die Bereitschaft, an einer offenen und vertrauensvollen Arbeitsatmosphäre mitzuwirken. Es können 2 LP erworben werden.

Bitte beachten Sie vor der Anmeldung folgende Informationen zum Praktikum: https://www.erziehungswissenschaften.hu-berlin.de/de/studium/beratung/fachberatung/bama/informationen-zur-studienordnung-2014/ba-ew-9-1-9.2

Übung                                              Veranstaltungsnr. 54004
2 SWS                                                  Wilde
2 SP                                                  Raum 117, Burgstraße 26 (BU26)

Do, 10-12

 

„Setz dich am Essenstisch gerade hin!“: über Erziehung und Sozialisation in pädagogischen Kontexten

In diesem Seminar wird ausgehend von konkreten Beispielen aus der pädagogischen Praxis („Setz dich am Essenstisch gerade hin!“) der Verhältnisbestimmung von Erziehung und Sozialisation nachgegangen. Die Beispiele stellen dabei Situationen aus der pädagogischen Praxis dar, die je nach Auslegung als Erziehung oder als Sozialisation interpretiert werden können. Bezogen auf diese Beispiele werden klassische und zeitgenössische Texte zu Erziehungs- und Sozialisationstheorien gelesen und an den Beispielen kritisch diskutiert und reflektiert.

Beide Begriffe, die heute als ‚Grundbegriffe‘ der Erziehungswissenschaften angesehen werden, versuchen aus unterschiedlichen Perspektiven eine Antwort auf die Frage zu finden, wie Menschen Teil der Gesellschaft werden. Gängige Versuche der Bestimmung des Verhältnisses der beiden Konzepte unterscheiden dabei Erziehung als intentionale bzw. absichtsvolle Handlung („sozial machen“) im Gegensatz zu Sozialisation als beiläufiger Entwicklung („sozial werden“). Bereits in frühen erziehungs- und sozialisationstheoretischen Arbeiten wird diese Unterscheidung jedoch kritisch diskutiert und in aktuellen Diskursen verschwimmt die Grenze zwischen den beiden Konzepten zunehmend.

Ziel des Seminars ist es, diese zumeist theoretischen Diskussionen auf die pädagogische Praxis zu beziehen und die Problematik der Verhältnisbestimmung an konkreten Beispielen zu prüfen und zu diskutieren. Dabei werden in Absprache mit den Interessen der Studierenden im Seminar verschiedene Instanzen bzw. Institutionen (Familie, Schule, …) und verschiedene Dimensionen (Geschlecht/Gender, soziale Ungleichheit, …) in den Blick genommen.

Voraussetzungen für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft der intensiven Beschäftigung mit der Fachliteratur und die Bereitschaft zur aktiven Beteiligung an den Diskussionen im Seminar.

Seminar                                               Veranstaltungsnr. 54005
2 SWS                                                  Türstig
3-5 SP                                                  Raum Kommode - 139A Bebelplatz 2 

Di, 14-16  

 

Master Erziehungswissenschaften/Lehramt


 

Einführung in die pädagogische Empirie: Beobachten, Beschreiben, Interpretieren, Analysieren -

Die Vorlesung gibt einen praxisbezogenen Überblick über einschlägige sozialwissenschaftliche und pädagogische qualitative Methoden unter der Perspektive des Forschenden Lernens. Es werden historische, wissenschaftstheoretische und methodologische Grundlagen sozialwissenschaftlicher und pädagogischer empirischer Forschung thematisiert sowie wichtige Forschungsmethoden anhand von Beispielen aus der schulischen Praxis vorgeführt. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf den Praxen sozialwissenschaftlicher Forschung (Beobachten, Beschreiben, Befragen, Interpretieren, Analysieren) sowie auf qualitativen Erkenntnissen zu Unterrichtsgestaltung, Unterrichtsqualität, Professionalität und Lehrer*innenethos.

Vorlesung                                              Veranstaltungsnr. 54010
1 SWS                                                  Brinkmann

Mo, 14-16                                              Raum 1072, Unter den Linden 6

 

 

Kritik als pädagogische Praxis – bildungstheoretische Perspektiven

Kritik gilt als unverzichtbares Element einer bildenden und erziehenden Praxis, die auf Autonomie, Vernunft und der Vorstellung eines starken Subjekts beruht. Sie ist zudem eine wichtige Instanz, auf die sich kritische Erziehungswissenschaft und Bildungstheorie beruft. Im Zuge verschiedener „Turns“ ist sowohl der Vernunftbezug als auch das autonome Subjekt als Garant von Bildung und Identität dezentriert und dekonstruiert worden. Die Fundamente und die Ziele von Kritik im Kontext von Bildung und Erziehung sind damit fragwürdig geworden. Kritik wird oftmals nur noch in trivialisierter Form praktiziert. Für die Erziehungswissenschaften stellt sich die Frage nach der (Neu-)Begründung und (Neu-)Ausrichtung von Kritik als Praxis des Aufbrechens und Verneinens (Nietzsche), als Praxis des Kritisierens im Sinne eines „Nicht-dermaßen-regiert-werden“-Wollens (Foucault) oder als Praxis der kritischen Positionierung im öffentlichen Raum (Butler). Gelesen werden Texte von Kant, Nietzsche, Foucault und Butler sowie einschlägige erziehungswissenschaftliche und gendertheoretische Abhandlungen in Auszügen.

Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, Texte zu studieren und zu diskutieren, die eigenen Erfahrungen kritisch zu reflektieren und vertrauensvoll und respektvoll im Seminar miteinander umzugehen

Seminar                                               Veranstaltungsnr. 54014
2 SWS                                                  Brinkmann
5 SP                                                     Raum 1.403 Dorotheenstraße 24 
Do, 14-16

 

Emotionen – erziehungswissenschaftliche Perspektiven

Gefühle, Emotionen und Stimmungen sind in Prozessen und Praktiken des Lernens, des Erziehens, des Unterrichtens, der Bildung und Sozialisation omnipräsent. Gefühle gelten über alle Ansätze und Disziplinen hinweg als zentrale Momente einer lernenden und bildenden Erfahrung. Seit ca. 15 Jahren werden Emotionen im Zuge des sog. emotional turn in vielen Disziplinen (und damit auch in der Pädagogik) als ‚vergessene Zusammenhänge' wiederentdeckt. Gefühle, Emotionen und Stimmungen sind aber schwer zu erschließen. Als besondere Herausforderung für ihre Erforschung gelten ihre Flüchtigkeit, Uneindeutigkeit, Subjektivität und ihre Unberechenbarkeit, aber auch ihr Überwältigungs- und Widerfahrnischarakter sowie ihre Beharrlichkeit. Im Kolloquium werden wichtige Forschungsfragen der Emotionsforschung angesprochen (etwa das Verhältnis zwischen Emotion, Kognition und Körper bzw. Leiblichkeit sowie die Spannung zwischen Kulturalität und Situativität bzw. Universalität) – mit der Perspektive auf eine Bildung der Gefühle durch Gefühle. Es werden einschlägige Positionen der Emotionsforschung in Philosophie, Psychologie, Soziologie und Phänomenologie gelesen sowie anerkannte Forscher/-innen zum Vortrag eingeladen. Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, Texte zu studieren und zu diskutieren, die eigenen Erfahrungen kritisch zu reflektieren und vertrauensvoll und respektvoll im Seminar miteinander umzugehen.

Forschungskolloqium                             Veranstaltungsnr. 54012
2 SWS                                                  Brinkmann
3 SP                                                     Raum 235  (Archiv) , GS7 
Mi, 16- 20 (zweiwöchig)

Programm (PDF)

 

 

Übung zum Kolloquium "Emotionen – erziehungswissenschaftliche Perspektiven"

In dieser Übung werden Texte und Vortragsmanuskripte vorbereitet und diskutiert. Es wird vorbereitend eine Orientierung im Forschungsschwerpunkt mit Blick auf die Forschungsarbeit und die Masterarbeit gegeben.

Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, Texte zu studieren und zu diskutieren, die eigenen Erfahrungen kritisch zu reflektieren und vertrauensvoll und respektvoll im Seminar miteinander umzugehen

Übung                                                  Veranstaltungsnr. 54013
2 SWS                                                  Brinkmann
2 SP                                                     Raum 235  (Archiv) , GS7 
Mi, 14-16 

ab 17.04.2019

 

 

Überfachlicher Wahlpflichtbereich


 

Lernen als Verkörperung – Einführung in einen pädagogischen Grundbegriff 

Lernen wird meist auf „Verarbeitung“, „Speicherung“ oder „Verhaltensänderung“ reduziert. Im Unterschied zu den gängigen kognitions- und entwicklungspsychologischen Modellen wird in dieser Vorlesung ein pädagogischer Lernbegriff vorgestellt. Lernen gilt hier als Erfahrungsbegriff, der leibliche bzw. zwischenleibliche Qualitäten aufweist und die ganze Person betrifft. Leiblichkeit bzw. Embodiment als Medien von Lernen werden in aktuellen unterschiedlichen Ansätzen vorgestellt. Im Kontext von Geschlechtlichkeit wird die leibliche Positionierung als kritische und soziale Praxis des Lernens thematisiert.

Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, Texte zu studieren und zu diskutieren, die eigenen Erfahrungen kritisch zu reflektieren und vertrauensvoll und respektvoll miteinander umzugehen.

Vorlesung                                              Veranstaltungsnr. 54011
2 SWS                                                  Brinkmann
2 SP                                                     Raum  2014A, Unter den Linden 6 
Do, 12-14

 

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Was ist eigentlich wissenschaftliches Arbeiten? Wie finde ich im Rahmen des Studiums für mich passende Themen? Wie kann ich sie eingrenzen? Was heißt es, wissenschaftliche Texte zu lesen, einzuschätzen und zu bewerten? Was heißt es, ein gutes Referat zu halten? Wie kann ich Argumente schlüssig aufbauen? Wie schreibe ich einen Essay oder eine Hausarbeit? Wie kann ich Literatur effektiv recherchieren und bearbeiten? Wie kann ich sprachlich präzise und kohärente Texte schreiben? Was heißt es, richtig zu zitieren? Und was gibt es bei der Erstellung einer Literaturliste zu beachten? Diese und weitere Fragen sind Inhalte des Seminars. In ihm werden Sie zentrale Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens der Erziehungswissenschaften kennen und anwenden lernen. Sie werden Anregungen zur kritischen Reflexion ihrer eigenen wissenschaftlichen Herangehensweise erhalten und darüber hoffentlich Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten entwickeln.

Seminar                                               Veranstaltungsnr. 54007
2 SWS                                                  Leser
4 SP                                                     Raum  312/Invalisenstr. 42
Di, 10-12

 

 

Fit für die Abschlussarbeit 

Im Seminar „Fit für die Abschlussarbeit“ wird das Erstellen der Abschlussarbeit – also die Abschlussphase des Studiums – vorbereitet. Das Seminar wird die Studierenden bei der Anfertigung der Abschlussarbeit in allen Phasen unterstützen und ihnen Hilfestellung bei der Lösung auftretender Fragen und Probleme geben. Dazu werden gezielt Techniken und Methodiken des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt und anhand der konkreten Arbeiten angewendet. 

Seminarinhalt und Lernziele:

- Methodische Hilfestellung und Beratung bei der Konzeption und Bearbeitung der Abschlussarbeit (inklusive Schwerpunktsetzung und Zeitplanung)
- Voraussetzungen zum Schreiben der Abschlussarbeit und Anmeldung
- BetreuerInnenauswahl
- Erarbeitung von Themenstellung und Fragestellung
- Erstellung und Aufbau der Gliederung
- Lesestrategien, Literaturrecherche, Datenerhebung und Aufbereitung der Materialien
- (Sinngemäßes) Zitieren
- Wissenschaftliches Formulieren
- Schreibblockaden vorbeugen
- Schlusskorrektur und Endredaktion der Arbeit
- Formatierung, Druck und Einreichung der Arbeit (inklusive Literaturverzeichnis, Anhang, Grafiken und Schaubilder)
- Vorbereitung der Verteidigung (für Masterstudierende)

Voraussetzungen zum Besuch des Seminars sind die regelmäßige Teilnahme sowie die Bereitschaft, an einer offenen und vertrauensvollen Arbeitsatmosphäre mitzuwirken. Es können im Bereich des Überfachlichen Wahlpflichtbereichs 2 bzw. 3 LP erworben werden.

 

Einzeltermine:

  • 11.04.2019 
  • 18.04.2019 
  • 25.04.2019 
  • 09.05.2019 
  • 16.05.2019 
  • 23.05.2019 
  • 04.07.2019 
  • 11.07.2019

Seminar                                               Veranstaltungsnr. 54006
2 SWS                                                  Wilde
3 SP                                                     Raum 1.204 Dorotheenstraße 24 
Do, 14-16