Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Allgemeine Erziehungswissenschaft

Phänomenologische Bildungs- und Unterrichtsforschung

 

Aktuelle Projekte:


Pädagogischer Takt, Vulnerabilität und Responsivität im japanischen Schulunterricht

zusammen mit: Shin'ichi Ushida (Tokio), Tomonori Masaki (Aichi), Nobuyuki Ueyama (Tokio), Yuichi Miyamoto (Okayama). 

 

Es werden mit Mitteln der phänomenologisch-erziehungswissenschaftlichen Videographie Unterrichtsvideos aus Japan untersucht (Grundschule Setagaya der Tokyo Gakugei University, 17.–21. Februar 2025, Drei Klassen der 4. Jahrgangsstufe, Fach: Japanisch (Essay lesen), insgesamt 5 Stunden × 3 Klassen = 15 Stunden). In einem interkulturellen, deutsch-japanischen Dialog steht Fremdverstehen in einem Raum der "Interkultur" (Waldenfels)  im Mittelpunkt, insbesondere wie die Spezifika der jeweiligen Kulturen und Forschungskulturen sowie deren Zugänge einbezogen und reflektiert werden können. Als gemeinsames Forschungsinteresse steht der „pädagogische Takt" im Mittelpunkt. Dieses Thema wurde im Sinne einer theoriebildenden Orientierung an Phänomenen im Video gewählt. 

 

Veröffentlichungen: 
  • Nariakira yoshida & Yuichi Miyamoto (2025) Lesson Study in Japan. In. M. Hallitzky, F. Mulhanga, K. Spendrin, & N. Yoshida (Hrsg.) Expanding Horizons and Local Connectedness (pp.223-242)
  • Yuichi Miyamoto (2024) The authorship of teachers: jissen kiroku as the core of professionalism in Japanese jugyo kenkyu Available to Purchase. IJLLS 13(1), 1-13. 
  • Brinkmann, M. & Rödel, S. S. (Auth.). Fujiwara, Y., Miyamoto, Y., Masaki, T., & Ueyama, N. (trans.) (2025). Theory and methodology of pedagogical-phenomenological video analysis. Showing (Zeigen), attentive (aufmerksam), and interattentionality (inter attentionalität) [Kyōikugakuteki-Genshōgakuteki Bideogurafī: Simesukoto ōtohsurukoto Sōgochūisei].
  • Malte Brinkmann (マルテ・ブリンクマン教授, Shinich Ushida, Rei Tanaka, Yuichi Miyamoto (Übersetzung). (2025). Erziehen und Unterrichten als Zeigen [示すこととして教育し授業することShimesu koto toshite Kyoikushi Jugyosuru koto]. 
bisherige Aktivitäten: 
  • Yuichi Miyamoto (Okayama): Theory and Practice of the Anti-Transborder Cosmopolitan Education: Redrawing Borders of the World as the Pedagogical Key for (Re/De)constructing Relation to the World, Presentation 7thnternational Symposium on Phenomenological Research in EducationWorld, worldliness and relation to the world, Humboldt-Universität zu Berlin.
  • Yuka Fujiwara, Nariakira Yoshida, Mitsuru Matsuda, Kazuhisa Ando, Shuhei Fukaya: 

Gemeinsame Datensitzung: 3. und 4. März 2026, Humboldt Universität zu Berlin, Allgemeine Erziehungswissenschaft 

 

PAU: Praxen der Aufmerksamkeit im Unterricht. Videographische und interkulturelle Studien zu einer pädagogischen Praxis (2018-2020)

Von der DFG gefördertes Forschungsprojekt

 

Das Projekt Praxen der Aufmerksamkeit im Unterricht (PAUist im Bereich der qualitativen Unterrichtsforschung verortet. Es verwendet den an dieser Abteilung entwickelten phänomenologisch-videographischen Ansatz. Mit dem Konzept der geteilten Aufmerksamkeit (bzw. der pädagogischen Interattentionalität) wird ein Modell verwendet, mit dem sich Aufmerksamkeitspraxen im Unterricht in ihrer leiblichen und materialen Dimension bestimmen und qualifizieren lassen. Aufmerksamkeit kann so als "Beginn von Lernen" (Hegel) bildungstheoretisch bestimmt werden. Zudem wird Aufmerksamkeit in sozialer, (fach-)didaktischer und erziehungstheoretischer Perspektive erfasst. Mit dem phänomenologischen und videographischen Ansatz können bildwissenschaftliche und filmwissenschaftliche Erkenntnisse systematisch einbezogeen und damit den leiblichen und materialen Dimensionen unterrichtlichen Geschehens besonders Rechnung getragen werden.

PAU untersucht, erstens, in welchen Situationen im Unterricht Aufmerken und Zeigen aufeinander bezogen sind und sich vor anderen performativ als geteilte Aufmerksamkeit erweisen. Die zugrunde liegende These lautet: Geteilte Aufmerksamkeit entsteht in der Korrelation von Aufmerken und Zeigen, was jeweils fach-und sachspezifisch zu differenzieren ist. Untersucht wird zweitens, welche Praktiken der thematischen, räumlichen und sozialen Ein-und Ausgrenzung (Waldenfels 2005, S. 102) im Aufmerksamkeitsgeschehen auftreten. Die fundierende These lautet hier: Praktiken der Ein-und Ausgrenzung befördern Aufmerksamkeit. Daraus folgt, dass Situationen der Unaufmerksamkeit im Unterricht auch aus dem didaktischen Handeln der Lehrer/-innen entstehen können. Untersucht wird drittens, in welchen Situationen pädagogische Probleme der Unaufmerksamkeit im Unterricht als medizinisches oder therapeutisches Problem der Schüler/-innen bestimmt und wie diese im Unterrichtsgeschehen wirksam werden. Dabei werden die individuellen und milieuspezifischen Lernvoraussetzungen der Schüler-/innen einbezogen. Die zugrunde liegende These lautet hier: Unaufmerksamkeit ist ein normatives Konstrukt der pädagogischen Ordnung. Viele Schüler-/innen sind aufmerksam, aber oft nicht auf das, worauf sie aufmerksam sein sollen. Sie gelten damit vor dem normativen Hintergrund der unterrichtlichen Ordnung als unaufmerksam.

 

Das Projekt schließt an ethnographische und praxistheoretische Ansätze an, die Praktiken und Ordnungen im Unterricht untersuchen. Darüber hinaus werden mit der phänomenologischen Orientierung auch subjektive Momente in der (bildenden) Erfahrung und zum anderen mit der videographischen  Ausrichtung implizite leibliche und materielle Dimensionen von Unterricht erfasst. Das Projekt steht damit im engen Zusammenhang bzw. in der Nachfolge von SZeNe und Tri-U. Drei Untersuchungslinien bzw. Hauptfragen stehen im Zentrum des Projektes:

 

  1. In welchen unterrichtlichen Situationen beziehen sich Aufmerken und Zeigen aufeinander? Sind fachspezifische Differenzen festzustellen?
  2. Welche Praktiken der thematischen, räumlichen oder sozialen Ein-und Ausgrenzung treten im Aufmerksamkeitsgeschehen auf?
  3. In welchen Situationen werden pädagogische Probleme der Aufmerksamkeit als medizinisches oder therapeutisches Problem bestimmt und wirksam? Sind individuelle und/oder milieuspezifische Unterschiede festzustellen?

 

 

Das Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren und dient zugleich der Re-Analyse bereits erhobener und analysierter Unterrichtsstunden aus den vorangegangenen Projekten SZeNe und Tri-U. Ziel ist es nicht nur, die Praxis der Aufmerksamkeit aus einer bisher nicht bearbeiteten Perspektive in den Blick zu nehmen, sondern mitgängig eine empirisch gesättigte Theoretisierung der zu beobachteten Phänomene und Praxis vorzunehmen.

Projektveröffentlichungen:
  • Brinkmann, M. (i. V.). Erziehen als Zeigen, Sich-zeigen und Zeigen der Welt. Ergebnisse der phänomenologisch-praxeologischen Forschung. In: Dobmeier, F.; Emmerich, M. (Hrsg.). 

  • Brinkmann, M. (i. V.): Pädagogische und meontische Grenzverhältnisse. Eugen Finks erziehungswissenschaftliche Praxeologie im Weltbezug. In: Niemann, L.; Sepp, H. R. (Hrsg.): Die Grenze denken. Anschlüsse an Kitarō Nishida und Eugen Fink (libri nigri, Bd. 113), Nordhausen: Traugott Bautz.

  • Brinkmann, M. (i. V.): Bildung in the World - Phenomenological Thoughts on Reality, Givenness and Experience of the World under conditions of destruction. In: Brinkmann, Malte/Türstig, Johannes/Weber-Spanknebel, Martin (Hrsg.): Realities - Phenomenological and Pedagogical Perspectives. Band 12 der Reihe "Phänomenologische Erziehungswissenschaft". Springer: Wiesbaden.

  • Brinkmann, M. (2024). Lass dir zeigen, was du lehrst. Anmerkungen zu einer operativen Praxeologie des Zeigens. In Berdelmann, K., Fuhr, T., Klopstein, J., & Reuten, H. (Hrsg.): Von der Reflexion zur Operation: Stand und Perspektiven der Operativen Pädagogik (S.149–179). Paderborn: Brill Schöningh. DOI:10.30965/9783657794874_010.

  • Brinkmann, M. (2024): Welterfahrung und Weltvernichtung. Phänomenologischen Überlegungen zu einer mundane Theorie der Bildung, In: Jergus, K., Weiß, G., Brinkmann, M. (Hrsg.): Geteilte und verteilte Welten. Bildungs- und erziehungsphilosophische Betrachtungen (S. 88–107). Schriftenreihe der DGfE Kommission Bildung und Erziehungsphilosophie, Weinheim/Basel: Beltz Juventa.

  • Brinkmann, M. (2022). Das Zeigen der Welt. Weltlichkeit und Gegeben-sein in der Erziehung. In: Vierteljahrsschrift für Wissenschaftliche Pädagogik, 98 (2), S. 166–184. DOI: 10.30965/25890581-09703040.

  • Brinkmann, M. (2021a). Bildung of Emotions and Bildung through Emotions: the Orientative, Evaluative and Bildungs-Effect of Shame. In: Brinkmann, M./Türstig, J./Weber-Spanknebel, M. (Hrsg.): Emotion – Feeling, Mood – Phenomenological and Educational Perspectives (S.131–150). Band 11 der Reihe "Phänomenologische Erziehungswissenschaft". Wiesbaden: Springer VS.

  • Brinkmann, M. (2021b). Emozione, Bildung, Übung. Pensieri su una Bildung delle emozioni come fare pratica. In: Mortari, Luigina/Valbusa, Federica (Hrsg.): Il sentire che noi siamo. Roma: Carocci

  • Pastenaci, D. (i. V.). Bildungswelt – Lebenswelt – Welt. Bildungstheoretische Überlegungen zur Grenze. In: Niemann, Lutz; Sepp, Hans Rainer (Hrsg.): Die Grenze denken. Anschlüsse an Kitarō Nishida und Eugen Fink (libri nigri, Bd. 113), Nordhausen: Traugott Bautz.

Tri-U:Triangulation Unterricht (2018-2019)

Von der Robert-Bosch-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt

 

Die Studie Triangulation Unterricht (Tri-U) hat das Ziel, über verschiedene Zugänge vertieft Einblicke in die Unterrichtsprozesse des deutschen Mathematikunterrichts zu erhalten. Sie setzt sich zusammen aus einem qualitativen und einem quantitativen Teilbereich. Sie führt quantitative und qualitative Zugänge in der Videographie zum (Mathematik-)Unterricht zusammen und vergleicht ihre auf unterschiedliche Weise erhobenen Erkenntnisse miteinander. Untersuchungsgegenstand sind Unterrichtseinheiten zum Thema „quadratische Gleichungen“ in verschiedenen Schulklassen dreier Berliner Schulen.

 

Der qualitative Zugang erfolgt ethnographisch und phänomenologisch, der quantitative Zugang ist an die TALIS-Videostudie (Teaching and Learning International Survex - Video) angelehnt. Der qualitative Teil wird dabei von Prof. Dr. Malte Brinkmann verantworter, der quantitative von Dr. Anna-Katharina Praetorius (Deutsches Institut für Pädagogische Forschung, Frankfurt/Main). Über Vor-und Nacherhebungen werden die Ergebnisse intern validiert.

 

In Tri-U werden die mehrfach erprobte pädagogisch-phänomenologische Videographie, wie sie vorigen Forschungsprojekten entwickelt wurde, zur Anwendung. Diese wird mit quantitativen Untersuchungen trianguliert. Dies ermöglicht eine Sichtbarmachung von Differenzen, wie sie bisherige Forschungszugriffe bisher nicht oder nur unzureichend boten.

Projektveröffentlichungen:
  • Praetorius, A.K., W. Wemmer-Rogh, P. Schreyer und M. Brinkmann (Hrsg.) (2024): Kognitive Aktivierung unter der Lupe. Bestandsaufnahme und Möglichkeiten der Weiterentwicklung eines prominenten Konstrukts. Münster, New York: Waxmann. DOI: 10.31244/9783830999010.
  • Praetorius, A.K., M. Brinkmann, P. Schreyer und W. Wemmer-Rogh (2024): Neue Perspektiven auf kognitive Aktivierung: Herausforderungen, Ideen und nächste Schritte, In: Praetorius, Anna, Wemmer-Rogh, Wida, Schreyer, Patrick , Brinkmann, Malte (Hrsg.). Kognitive Aktivierung unter der Lupe. Möglichkeiten und Herausforderungen der Weiterentwicklung eines prominenten Konstrukts. Münster, New York: Waxmann, S. 409-436.
  • Brinkmann, M., A.K. Praetorius, P. Schreyer und W. Wemmer-Rogh (2024): Perspektiven der qualitativen Bildungsforschung auf kognitive Aktivierung am Beispiel des Projekts Triangulation im Unterricht, In: Praetorius, Anna, Wemmer-Rogh, Wida, Schreyer, Patrick , Brinkmann, Malte (Hrsg.). Kognitive Aktivierung unter der Lupe. Möglichkeiten und Herausforderungen der Weiterentwicklung eines prominenten Konstrukts. Münster, New York: Waxmann, S. 319-333.
  • Brinkmann, Malte (2024): Verkörperungen der kognitiven Aktivierung: Unterricht und seine Effekte im Licht der phänomenologischen Unterrichtsforschung, In: Praetorius, Anna, Wemmer-Rogh, Wida, Schreyer, Patrick , Brinkmann, Malte (Hrsg.). Kognitive Aktivierung unter der Lupe. Möglichkeiten und Herausforderungen der Weiterentwicklung eines prominenten Konstrukts. Münster, New York: Waxmann, S. 355-369.
  • Praetorius, A.K., W. Wemmer-Rogh, P. Schreyer und M. Brinkmann (2024): Kognitive Aktivierung unter der Lupe: Eine Einführung in den Band. In: Praetorius, Anna, Wemmer-Rogh, Wida, Schreyer, Patrick , Brinkmann, Malte (Hrsg.). Kognitive Aktivierung unter der Lupe. Möglichkeiten und Herausforderungen der Weiterentwicklung eines prominenten Konstrukts. Münster, New York: Waxmann, S. 11-15.

Aktuelle Informationen auf Researchgate.net>>>

 

SZeNe.: Schulunterrichtliches Zeigen und Negativität. Pädagogisch-phänomenologische Unterrichtsforschung

 

Im Rahmen einer ‚theoretischen Empirie‘ werden aus einer pädagogischen und phäno­menologischen Perspektive Praxen schulischen Lehrens und Lernens rekonstruktiv unter­sucht. Es werden einerseits Praxen des Zeigens im Lehrerhandeln, die auf Aufmerksamkeit gerichtet sind, und andererseits negative Erfahrungen auf Seiten der Schülerinnen und Schü­ler, die sich in Verkörperungen äußern, empirisch gehaltvoll beschrieben und videogra­phisch analysiert. Im Anschluss an die Ergebnisse einer Pilotstudie und in deren Weiter­führung sollen in einer vergleichenden Untersuchung des Fachunterrichts an Berliner Gym­nasien und integrierten Sekundarschulen in einer ersten Phase sechs Klassen ethno­graphisch beobachtet und in einer zweiten Phase 24 Unterrichtsstunden video­graphisch er­fasst wer­den. Die Videos werden deskriptiv und interpretativ ausgewertet sowie mit der Transkrip­tionssoftware Feldpartitur sequenziell analysiert und typisiert.

Das Projekt beabsichtigt, Wirkungserfahrungen auf Seiten der Schülerinnen und Schüler von den Wirkungsintentionen der Lehrerinnen und Lehrer her unter Bedingungen von Multikausalität und Nicht-Linearität zu ermitteln. Ebenso werden dabei die unterrichtlichen Inhalte und die Materialien berücksichtigt. Unter Bezugnahme auf päda­go­gische Lern- und Zeigetheorien sollen erste Ansätze für eine empirisch basierte Neu­for­mu­lierung bisheriger nicht-empirischer Theorien negativer Erfahrung und pädagogischen Zei­gens generiert werden. Dazu werden die empirisch ermittelten Typen des Zeigens sowie die Typen von Verkörperungen negativer Erfahrung mit bestehenden Theo­rien des Lernens als bildende Erfahrung und jenen des Lehrens als Formen päd­agogischen Zeigens kritisch abgeglichen und reformuliert.

 

Projektveröffentlichungen:

  • Rödel, Sales Severin (2017): Negative Erfahrungen und Scheitern im schulischen Lernen - phänomenologische und videographische Perspektiven. Band 6 der Reihe "Phänomenologische Erziehungswissenschaft". Hrsg. von Malte Brinkmann Wiesbaden: Springer VS.
  • Brinkmann, Malte (2018): Didaktische Relationen: Geteilte Aufmerksamkeit als unterrichtliche Praxis des Zeigens und Aufmerkens. Ergebnisse aus der pädagogisch-phänomenologischen Videographie des Unterrichts. In: Benner, Dietrich/ Meyer, Hilbert/ Peng, Zhengmei/ Li, Zhengtao (Hrsg.): Beiträge zum chinesisch-deutschen Didaktik-Dialog (Perspectives on Sino-German Didactics Dialogue), Bad Heilbrunn: Kinkhart, S. 114-133.

  • Brinkmann, M. (2015a): Theorie - Empirie - Praxis. Programmatische Überlegungen zu einer phänomenologisch orientierten pädagogischen Empirie. In: Zeitschrift für Pädagogik Heft 4/2015, S. 527-545; Brinkmann, M (2015b): Phänomenologische Methodologie und Empirie in der Pädagogik. Ein systematischer Entwurf für die Rekonstruktion pädagogischer Erfahrungen. In: Brinkmann, M./Rödel, S. S./Kubac, R. (Hrsg.): Phänomenologische Erziehungswis­senschaft. Theoretische und empirische Perspektiven (Bd.1 Phänomenologische Erziehungswissenschaft). Wiesbaden: Springer VS, S. 31-57.;

  • Brinkmann, M. (2015c): Übungen der Aufmerksamkeit: Phänomenologische und empirische Analysen zum Aufmerksamwerden und Aufmerksammachen. In: Reh, S./Berdel­mann, K./Dinkelaker, J. (Hrsg.): Aufmerksamkeit. Geschichte – Theorie – Empirie, S. 199-220.;
  • Brinkmann, M. (2014a): Verstehen, Auslegen und Beschreiben zwischen Hermeneutik und Phänomenologie. Zum Verhältnis und zur Differenz von hermeneutischer Rekon­struktion und phänomenologischer Deskription am Beispiel von Günther Bucks Her­meneutik und Erfahrung. In: Schenk, S./Pauls, T. (Hrsg.): Aus Erfahrung lernen. An­schlüsse an Günther Buck. Paderborn: Schöningh, S. 199-222.;
  • Rödel, S. S. (2015a): Der Andere und die Andere. Überlegungen zu einer Theorie pädagogi­schen Antwortgeschehens im Angesicht von Dritten. In: Brinkmann, M./Kubac, R./Rödel, S. S. (Hrsg.): Pädagogische Erfahrung. Phänomenologische Akzentuierun­gen in Theorie, Empirie und Praxis. Wiesbaden: Springer VS, S. 195-218.;
  • Rödel, S. S. (2015b): Scheitern, Stolpern, Staunen. Zur Produktivität negativer Erfahrung im schulischen Lernen. In: Laschke, C./Stiller, J. (Hrsg.): Berliner und Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung. Pieterlen: Peter Lang Verlag, S. 29-56.;
  • Wilde, D. (2015): Wieso ist das kein Spielzeug? Eine phänomenologische Suche nach Ant­worten auf Dinge im Unterricht. In: Brinkmann, M./Kubac, R./Rödel, S. S. (Hrsg.): Phänomenologische Erziehungswissenschaft – Theoretische und empirische Pers­pektiven. Wiesbaden: Springer VS, S. 243-259.

 

 

Promotionsprojekte


Die Konstitution der Sache des Unterrichts zwischen Sprache, Dingen und leiblichen Praktiken

 

Daniel Pastenaci

seit 01/2025

 

Das Dissertationsprojekt ist im Bereich der qualitativen, phänomenologischen Bildungs- und Unterrichtsforschung verortet und untersucht den Stellenwert der Sache bzw. des „Stoffs“ oder „Inhalts“ für die Erforschung von Unterricht aus einer unterrichtstheoretischen Perspektive. Das Vorhaben schließt sich an Diskussionen im Bereich der allgemeinen Didaktik, Fachdidaktik, Bildungstheorie und Unterrichtsforschung an, in denen es bislang unterschiedliche Modelle und Theorien zur sachlichen Ebene des Unterrichts gibt. Dabei ist immer wieder unklar, wie sich diese empirisch erfassen lässt sowie wie sich darin der für Unterricht zentrale Bildungsgehalt zeigt. Zur Untersuchung dieser Frage soll eine Analyse von Daten aus der Videostudie PAU (Praxen der Aufmerksamkeit im Unterricht) vorgenommen werden. Ziel ist es, epistemologische und methodologische Grundlagen der Sache zu reflektieren, zu entwickeln und für die empirische Erfassung von Unterricht fruchtbar zu machen. Die Sache soll darin als ein Konstitutionsgeschehen beschrieben werden, in dem sich etwas von der Welt her gibt und im Zusammenhang von erziehendem Unterricht Bildungsprozesse veranlasst.

  • Pastenaci, Daniel (i.V.): Bildungswelt – Lebenswelt – Welt. Bildungstheoretische Überlegungen zur Grenze. In: Niemann, Lutz; Sepp, Hans Rainer (Hg.): Die Grenze denken. Anschlüsse an Kitarō Nishida und Eugen Fink (libri nigri, Bd. 113), Nordhausen: Traugott Bautz.
  • Pastenaci, Daniel (i.V.): The World that Matters. Phenomenological Perspectives on the Subject Matter and its Relation to the World in the Classroom. In: World, Worldliness and Relation to the World. Pedagogical and Phenomenological Perspectives. Wiesbaden: Springer VS

 

Bildende Wut? Qualitative Untersuchungen zur Wut von Lehrkräften im Schulunterricht (Arbeitstitel)

 

Nicole Borsutzky

 

Das Dissertationsprojekt ist in der qualitativen, phänomenologischen Bildungsforschung sowie der Lehrer:innenbildung verortet. Es untersucht Wut von Lehrkräften und erweitert die bisherige Forschung, indem Wut als konstruktive und produktive Emotion konzeptualisiert wird, die bildende Erfahrungen ermöglichen kann. Die Arbeit knüpft an aktuelle Diskurse der Bildungstheorie und der Emotionsforschung an. Empirisch werden die Ambivalenzen von Wut in ihrer leiblichen und bildungstheoretischen Dimension untersucht. Dazu wird das im Rahmen dieser Studie entwickelte phänomenologische Interview mit Lehrkräften durchgeführt. Ziel der Studie ist es, das Bildungspotenzial solcher Erfahrungen zu rekonstruieren, Einblicke in die Unterrichtswirklichkeit zu gewinnen und Impulse für die Professionalisierung von Lehrkräften zu geben.

Vorträge:

  • Borsutzky, N. (2025, 30. Oktober). Aspects of embodiment in qualitative interviews. Nanjing Normal University, Nanjing, China
  • Borsutzky, N. (2025, 29. Oktober). Embodiment and emotions: Overview and introduction to qualitative interviews. Phenomenology and Pedagogy Academic Week, Capital Normal University, Beijing, China
  • Brinkmann, M. & Borsutzky, N. (2025, 24. September). Verkörperungen der Emotionen: Ein phänomenologischer Zugang zum interkulturellen Verstehen und metaphorischen Beschreiben. Jahrestagung der DGfE-Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung: Körper und Leib in der Bildungs- und Biographieforschung, Universität Duisburg-Essen, Deutschland.
  • Borsutzky, N. (2025, 19. Juni). Pädagogisch-phänomenologische Emotionsforschung – Methodologische Herausforderungen bei der Erforschung der Wut von Lehrkräften im Schulunterricht. Kolloquium der Allgemeinen Grundschulpädagogik (Leitung: Prof.in Dr. Cornelie Dietrich), Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin, Deutschland.
 

Abgeschlossene Projekte:


Aisthetische Erfahrungen von Kindern in pädagogischen Inszenierungen. Eine responsive Videostudie zur Bildung und Erziehung im Elementarbereich.

Janßen, Martina (2025): Aisthetische Erfahrungen inszenieren. Eine responsive Videostudie zu ästhetischer-kultureller Bildung und Erziehung in Kindertagesstätten. Band 16 der Reihe "Phänomenologische Erziehungswissenschaft". Hrsg. von Malte Brinkmann Wiesbaden: Springer VS. 

 

Dieses Buch präsentiert eine phänomenologisch orientierte Untersuchung von aisthetischen Erfahrungen von Kindern aus dem Geist der Bildungs- und Erziehungstheorie. Auf der Grundlage einer groß angelegten Videoanalyse von Bildungsangeboten in Kindertagesstätten werden Zeigepraxen der Fachkräfte mit aisthetischen Erfahrungen von Kindern in Verbindung gesetzt und diese als bildende Erfahrungen ausgewiesen. Zudem werden in detaillierten Beschreibungen und Interpretationen  die komplexen Wechselwirkungen im leiblichen, sozialen, dinglich-materialen, räumlichen und temporalen Erfahrungsfeld empirisch und theoretisch eingeholt. Auf dieser Grundlage wird ein Beitrag für eine phänomenologische und praxeologische Pädagogik der frühen Bildung und Erziehung geleistet, die für Forscher*innen, Studierende und Praktiker*innen von Interesse sein kann.

Martina Janßen ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin, bildende Künstlerin und Diplom-Sozialpädagogin. Als Vertretungsprofessorin an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, Fachhochschule Erfurt (09/21 bis 09/24) lehrte sie in den Studiengängen der Sozialen Arbeit und der Kindheitspädagogik. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Theorien und Philosophien der Bildung und Erziehung, Pädagogik der frühen Kindheit, ästhetisch-kulturelle Bildungsprozesse und künstlerisch-ästhetische Forschung, Leiblichkeit und Bewegung sowie Videoanalyse.

  • Janßen Martina (2022): Heft Körperdialoge. Kunst. Bildende Erfahrung durch leiblich strukturiertes Tun. In: Zeitschrift Menschen. Zeitschrift für gemeinsames Leben, Lernen und Arbeiten 45. S. 80 – 83.
  • Janßen, Martina (2022): Pädagogische Dimension von Geborgenheit in der frühen Kindheit in künstlerisch-ästhetischer Praxis. Themenheft: Geborgenheit und Scham als ‚vergessene' Dimensionen pädagogischer Lebenswirklichkeiten. Verlag: Empirische Forschung.
  • Janßen, Martina (2022): Werkstattbericht: Hannes zeichnet ein Gemälde des Barockmalers Franz Hals - ein Erinnerungsbild zum Thema Fremdheit aus einer Kunstwerkstatt. In: Themenheft: Lernen als Versagung und Öffnung für das Fremde, Zeitschrift „Sonderpädagogische Förderung heute".
  • Janßen, Martina (2022): Temporale Erfahrungen von jungen Kindern in der Kulturellen Bildung am Beispiel „Frank trommelt auf seinen Salzteig ein". KuBi-Online.
  • Karayakupoglu I., Janßen M. (2022): Sprachnischen schaffen. Labor für rassismuskritische Fachdidaktik. KuBi-Online.
  • Janßen, Martina (2021): Erfahrungen von Kindern beim Zeichnen in Bildungsangeboten im Kindergarten. In: Forschung in der Frühpädagogik XIV: Frühpädagogischen Alltag gestalten und erleben, Hrsg. D. Weltzien, H. Wadepohl und I. Nentwig-Gesemann. FEL Verlag: Freiburg.
  • Hoffman F., M. Janßen, A. Dietrich und S. Kaya (2020): Der frühe Vogel fängt den Wurm. Das Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung. In: Deutsche Liga für das Kind. Frühe Kindheit. Kinder und Kunst, Hrsg. S. Walper und J. Maywald, S. 60–66.
  • Janßen Martina (2020): Forschung zu professionsbezogenen Bildungsprozessen. Jahrbuch der Kunstakademie Münster. S. 152 – 154.
  • Janßen, Martina (2020): Aisthetische Erfahrungen in der frühen Kindheit am Beispiel des gemeinsamen Gestaltens von plastischem Ton. In: Wieviel Körper braucht die Kulturelle Bildung, Hrsg. A. Klinge und N. Eger. München: Kopaed.

 

Aufmerksamkeit im Unterricht – Videographische und interkulturelle Studien zu einer pädagogischen Praxis

Peng, J. (2022). Aufmerksamkeit im Unterricht. Videographische und interkulturelle Studien zu einer pädagogischen Praxis Berlin: Humboldt-Universität zu Berlin. DOI: 10.18452/24445
 
In der soziologischen, philosophischen, kulturwissenschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Forschung ist in den letzten Jahrzehnten ein starkes Interesse für Aufmerksamkeit zu verzeichnen, eine gestiegene Aufmerksamkeit für Aufmerksamkeit, die sich nicht zuletzt in einer steigenden Zahl von empirischen Studien, insbesondere im Schulunterricht, niederschlägt. Mithilfe der pädagogisch-phänomenologischen Videographie geht die vorliegende Arbeit mit ihrem Anspruch allerdings über eine empirisch-videographische Studie zur Aufmerksamkeit hinaus. Sie bietet zudem eine Reflexion darauf, wie unterrichtliche Aufmerksamkeit als nicht unmittelbar sichtbare pädagogische Erfahrung und Praxis sowie als pädagogisches Phänomen methodisch angemessen und gehaltvoll beschrieben, tentativ angenähert und zugänglich gemacht, produktiv interpretiert und analysiert werden kann, ohne diese auf Verhalten zu reduzieren; denn die pädagogisch-phänomenologische Videographie setzt die pädagogische Erfahrung, genauer gesagt die leibliche, intersubjektive, vor-sprachliche, vor-reflexive, vor-prädikative Aufmerksamkeitserfahrung der Lernenden und Lehrenden in den Mittelpunkt. Außerdem bietet diese Arbeit in Anlehnung an die Theorien der Aufmerksamkeit von Waldenfels und Meyer-Drawe eine phänomenologische Theorie der Aufmerksamkeit, die sich historisch orientiert, mit unterschiedlichen Diskursen auseinandersetzt und diese pädagogisch konkretisiert. Diese Theorie geht über die kognitive Perspektive heraus und bezeichnet Aufmerksamkeit als ein Zwischengeschehen, das weder eindeutig auf das Subjekt noch eindeutig auf das Objekt zurückgeführt. Nicht zuletzt liefert die Arbeit noch eine interkulturelle Perspektive auf chinesischen und deutschen Schulunterricht, mit der Aufmerksamkeit interkulturell beschrieben und in unterschiedlichen Praxen verglichen werden.
  • Jie Peng. (2022). On the Theoretical Foundations of Pedagogical- Phenomenological Video Analysis. Journal of Capital Normal University (Social Sciences Edition)(3),157-167.
  • 彭杰. (2022).论教育学现象学视频分析的理论基础.首都师范大学学报(社会科学版),(3).
  • Jie Peng. (2020).On the Learning from the Perspective of Phenomenology:A New Possible Direction. Journal of East China Normal University (Educational Sciences) (2), 103-113.
  • 彭杰.(2020).现象学视角下的学习:一种新的面向和可能.华东师范大学学报(教育科学版),(2),103-1
  • Jie Peng. (2020).Video Analysis in Phenomenological Educational Science: Attention and Showing in the Classroom.Journal of Capital Normal University (Social Sciences Edition)(2),149-162.
  • 彭杰.(2020).教育学现象学的视频分析:课堂中的注意与展示.首都师范大学学报(社会科学版),(2),149-162.

  • Jie Peng. (2018). Pedagogical-phenomenological Video-analysis: another Perspective of Classroom Analysis, Journal of Middle-Primary School Management (6), 8-10.
  • 彭杰.(2018).现象学教育学视频分析:教师课堂教学分析的别样视角.中小学管理,(6),8-10. 
 

Negative Erfahrungen und Scheitern im schulischen Lernen - Phänomenologische und videographische Perspektiven

Rödel, Severin Sales (2019): Negative Erfahrungen und Scheitern im schulischen Lernen. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden (Phänomenologische Erziehungswissenschaft, 6). doi: 10.1007/978-3-658-23595-6 

 

Severin Sales Rödel widmet sich in theoretischer und empirischer Perspektive dem Scheitern, der Enttäuschung und der Überraschung im schulischen Lernen. Dabei vertritt er die These, dass sich die produktive und verändernde Kraft des Lernens nur durch solche ‚negativen' Erfahrungen entfalten kann. In einer Phänomenologie der negativen Erfahrung zeigt der Autor an verschiedenen Unterrichtsbeispielen vielseitige theoretische Zusammenhänge auf. Des Weiteren untersucht er mittels der Methode der phänomenologisch-pädagogischen Videographie, wie negative Erfahrungen im Unterricht auftreten, welche Kontextbedingungen gelten und wie Lehrerinnen und Lehrer mit den negativen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler umgehen können. 

  • Rödel, Severin Sales (2015): Der Andere und die Anderen. Überlegungen zu einer Theorie pädagogischen Antwortgeschehens im Angesicht Dritter. In: Malte Brinkmann, Richard Kubac und Severin Sales Rödel (Hg.): Pädagogische Erfahrung. Theoretische und empirische Perspektiven. Wiesbaden: Springer VS (Phänomenologische Erziehungswissenschaft), S. 199–222.
  • Rödel, Severin Sales (2015): Scheitern, Stolpern, Staunen - Zur Produktivität negativer Erfahrung im schulischen Lernen. In: Jurik Stiller und Christin Laschke (Hg.): Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung 2015. Herausforderungen, Befunde und Perspektiven interdisziplinärer Bildungsforschung. Berlin: Peter Lang Ag, S. 29–56.
  • Rödel, Severin Sales (2017): Negativität und Scheitern. Zum Problem der Freilegung eines Phänomens. In: Malte Brinkmann, Marc Fabian Buck und Severin Sales Rödel (Hg.): Pädagogik - Phänomenologie. Verhältnisbestimmungen und Herausforderungen. Wiesbaden: Springer VS.
  • Rödel, Severin Sales; Brinkmann, Malte (2018): Theory and methodology of pedagogical-phenomenological video analysis. In: Video J. of Educ. and Pedagogy 3 (1), S. 125. DOI: 10.1186/s40990-018-0023-1.

 

Workshopreihe "Perspektiven Allgemeiner Erziehungswissenschaft: Methodologie - Reflexivität - Disziplinarität"

In Zusammenarbeit mit der Abteilung "Theorie und Empirie der Bildung und Erziehung" der Universität Wien.

 

Idee:

Die Workshopreihe versteht sich als Initiative zum internationalen Austausch über gegenwärtige wie grundlegende Fragestellungen, Motive und Problembereiche innerhalb der Allgemeinen Erziehungswissenschaft entlang der Achsen Reflexivität, Methodologie und Disziplinarität. Der Austausch soll nicht nur die Heterogenität allgemein-erziehungswissenschaftlicher Perspektiven auf diverse und für das Fach konstitutive Problemzusammenhänge sichtbar machen, sondern vor allem einen kontinuierlichen Prozess der Verständigung über gegenwärtig drängende Aufgaben allgmein-erziehungswissenschaftlichen Forschens ermöglichen. Die Veranstaltung wendet sich an Lehrende, Forschende und Studierende (Doktoratsstudierende, fortgeschrittene MA-Studierende und Absolventinnen und Absolventen) der Erziehungswissenschaft(en), die die Möglichkeit erhalten sollen, aktuelle Forschungsschwerpunkte und -methoden wie auch pragmatische Schlüsselfragen Allgemeiner Erziehungswissenschaft kennenzulernen, Wissensbestände zu vertiefen und den Dialog über Aufgaben und Bedeutung allgemein-erziehungswissenschaftlichen Arbeitens erweitern zu können.

 

Format:

Die Workshopreihe stellt eine Kooperation des Instituts für Bildungswissenschaft der Universität Wien mit dem Institut für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin dar und beginnt im Wintersemester 2013/14. Sie soll über das gesamte Studienjahr hinweg insgesamt viel Mal, abwechselnd in Wien und Berlin und an je zwei aufeinanderfolgenden Halbtagen stattfinden. Jeder der beiden Halbtage (à drei Stunden bzw. vier akademischen Stunden) wird durch einen kurzen Vortrag eines Gastredners/einer Gastrednerin aus dem eingeladenen Partnerinstitut und einer Respondenz (im Idealfall von Seiten der "Gastgeber/innen") eröffnet. Hinzu kommt ein halbtägiger Termin in Wien, der ohne die Berliner Gäste stattfinden und sich an den zeitlichen Möglichkeiten einer/s Gastlehrenden orientieren wird. Die Vorträge können und sollen als Möglichkeit verstanden werden, offene Fragen im Zusammenhang mit eigenen Forschungstätigkeiten zur Diskussion zu stellen; die Respondenz beinhaltet Rückfragen an den Vortrag und dessen kritische Kommentierung. Die geplante Responden macht es erforderlich, dass die Referate ca. 14 Tage vor dem Termin zur Verfügung gestellt werden.